Aktuelles · Politik und Gesellschaft · Pressemitteilung 20. Januar 2015

Berlin bildet Schlusslicht beim Betreuungsschlüssel in Krippen

„Kleine Veränderungen – große Auswirkungen: Wir nehmen Sie beim Wort, Herr Müller!“

Die Veröffentlichung der aktuellen Zahlen durch das Statistische Bundesamt legt es an den Tag: Berlin bildet das Schlusslicht beim Erzieherschlüssel für 0-3jährige Kinder. „Sieben Kinder auf eine Erzieherin – damit bilden wir das Schlusslicht in Deutschland! Und dabei werden Urlaubs-, Fortbildungs- und Kranktage noch gar nicht berücksichtigt“ so Stephan Keitel, Vorsitzender des Betriebsrats der FRÖBEL Berlin gGmbH.

Stephan Keitel hat die Befürchtung, dass bei dem aktuellen Betreuungsschlüssel die wesentlichen Bedürfnisse der Kleinsten und ihrer Familien nicht mehr erfüllt werden können: „Spätestens bei den ersten Erkältungswellen kommen wir an unsere Grenzen.“ In der Vergangenheit wurden viele neue Anforderungen von den Erzieherinnen und Erziehern zusätzlich übernommen: Umsetzung der Inklusion, Umsetzung des neuen Kinderschutzgesetzes, Umsetzung der externen Evaluation und Umsetzung des Sprachlerntagebuches. „So geht es nicht mehr weiter – der neue Regierende Bürgermeister verspricht 10.000 neue Kita- und Krippenplätze und an dem prekären Betreuungsschlüssel für die Jüngsten wird nichts geändert – ein neuer Stufenplan nach dem Muster von 2009 muss her!“ so Margarita Lenzke, die Geschäftsführerin der FRÖBEL Berlin gGmbH.

Dabei geht es auch anders: Im Vorfeld der Hamburger Bürgerschaftswahlen haben Verbände und Senat in Hamburg eine schrittweise aber signifikante Verbesserung des Betreuungsschlüssels für Krippenkinder vereinbart – dabei hatte Hamburg schon vorher einen besseren Betreuungsschlüssel als Berlin. „Wir möchten den neuen Regierenden Bürgermeister gerne beim Wort nehmen: Im Rahmen der Regierungserklärung verspricht er kleine Veränderungen – große Auswirkungen! Bitte sorgen Sie dafür, dass Berlin nicht das Schlusslicht bei der Betreuung der Kleinsten bildet und sorgen Sie dafür, dass die Bildungssenatorin ausreichend Mittel für die Verbesserung des Schlüssels erhält“ so der Appell von Keitel im Namen der Erzieherinnen und Erzieher bei FRÖBEL.

Ansprechpartner:

Stephan Keitel - Betriebsratsvorsitzender
Tel.: 030 21 23 5 – 104, E-Mail: keitel@froebel-gruppe.de

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