Aktuelles · Politik und Gesellschaft · Pressemitteilung 09. November 2012

Betreuungsgeld ist gesellschaftspolitischer Rückschritt

Stellungnahme zur Einführung eines Betreuungsgeldes von Stefan Spieker - Geschäftsführer des FRÖBEL e.V.

Anlässlich des heutigen Beschlusses des Deutschen Bundestags zur Einführung eines Betreuungsgeldes erklärt Stefan Spieker, Geschäftsführer des FRÖBEL e.V.:

"Die Einführung eines Betreuungsgeldes ist leider ein komplett falsches Signal und ein gesellschaftspolitischer Rückschritt.

Weder hat die Bundesrepublik mit den Betreuungsquoten für unter 3jährige bislang zu den Top-EU-Industrieländern aufgeschlossen. Noch kann von einer wirklichen Wahlfreiheit für Eltern die Rede sein, wenn in vielen Regionen Deutschlands lediglich die Wartelisten länger werden aber nicht die Platzzahlen zunehmen.

Die Bundesregierung vergibt hier eine einmalige Chance, mehr Kindern eine qualitativ hochwertige reguläre Kindertagesbetreuung zu realisieren. Das wirkt sich im Ergebnis auch auf viele gesellschaftspolitische Themen wie Integration und den gleichberechtigten Zugang von Frauen zum Arbeitsmarkt aus.

Die Bundesregierung wäre gut beraten, die voraussichtlich mehr als 1,2 Milliarden Euro Kosten für das Betreuungsgeld in den Grundbedarf einer regulären Kindertagesbetreuung zu investieren."

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