Aktuelles · Wunder finden · Netzwerkarbeit 03. Januar 2019 · bt

Boxhagen geht weiter*

Kinder führen Kunst und Zeitgeschichte zusammen – und suchen Wunder im Kiez um den Boxhagener Platz

Ein Blick in die Werkhalle der ehemaligen Deutschen Kabelwerke.

Auf ein ganz besonderes Abenteuer begeben sich die Kinder aus dem FRÖBEL-Kindergarten Freudenberg. Im Januar 2019 startet dort das Projekt „Geschichte(n) vom Freudenberg – eine künstlerische Entdeckungsreise“.

„Die Kinder tauchen gemeinsam mit dem Team, einer Künstlerin und Eltern ein in die wechselvolle Geschichten des Freudenberg-Areals hier in Berlin-Friedrichshain“, erklärt die Leiterin Manuela Reißhauer. „Der Standort auf dem ehemaligen Industriegelände bietet für uns unglaublich viele Anknüpfungspunkte, uns mit den Kindern mit Zeitgeschichte auseinanderzusetzen. Wir sind alle total gespannt darauf, was die Kinder auf dieser Reise entdecken und wie sie sich die Geschichte zu eigen machen werden. Ich bin hier im Kiez aufgewachsen, daher ist das Projekt für mich auch eine persönlich äußerst spannende Reise in die Vergangenheit.“

Dort wo sich heute der Kindergarten in einem Wohnareal befindet, eröffnete 1895 der Unternehmer Siegfried Hirschmann die Deutschen Kabelwerke. Die jüdischen Besitzer wurden von den Nazis vertrieben und enteignet und flohen nach Guatemala. Der zweite Umbruch kam dann nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, die Fabrik wurde zum Volkseigenen Betrieb. 1992 erwarb die Firma Freudenberg das Werk von der Treuhand, 2011 wurde das Gelände an ein Immobilienunternehmen verkauft.

Innerhalb des dreimonatigen Projektes treffen die Kinder mit Zeitzeugen zusammen, lernen die Geschichte des Werkes kennen und erfahren etwas über die Umbrüche, die im Kiez und auf dem Areal stattfanden. Geplant sind archäologische Erkundungen der Umgebung, Workshops mit der Künstlerin Nahed Mansour, eine Ausstellung im Kindergarten sowie ein Buch über das Projekt.

*Inspiriert wird das Projekt auch durch das Buch Boxhagen Beginnt (2016) von Sven Heinemann und Timon Henze (Herausgeber: Bauwert AG).

Das Projekt wird gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

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