Aktuelles 20. Mai 2020 · AK

Digitale Personalgewinnung

Die Digitalisierung des Lebens und der Arbeit schreitet voran und insbesondere in Zeiten mit dem Coronavirus erkennen wir ganz deutlich den Nutzen und die Chancen. Erzieherin Katharina Schulz hatte ein Bewerbungsgespräch per Videokonferenz. Nach nur 7 Tagen begann sie den neuen Job. Im Interview berichtet sie uns, wie es ihr dabei erging.

Hatten Sie vorab Bedenken, Ihr Bewerbungsgespräch über Skype/Video zu führen?

Katharina Schulz: Nein, ich hatte kein Bedenken mein Bewerbungsgespräch über Skype/Video zu führen. Ich kannte dieses Verfahren bereits aus anderen Bewerbungssituationen und habe mich dabei zu keiner Zeit unwohl gefühlt. Ganz im Gegenteil. Ich hatte immer das Gefühl, dass durch die gewohnte Umgebung zuhause die Anspannung aus dem Gespräch genommen wurde.

Wie war das Gespräch über Video? Gab es deutliche Unterschiede zu face-to-face Gesprächen (außer, dass sie sich nicht live gesehen haben) oder war vielleicht sogar etwas besser? 

Schulz: Natürlich ist es eine andere Situation, wenn man sich direkt gegenübersteht oder sitzt, jedoch finde ich, dass die Video-Alternative einen sehr guten Einblick darüber verschaffen kann, mit wem man sich gerade unterhält. So ist es mir zum Beispiel direkt gelungen ein positives Bauchgefühl zu entwickeln, welches sich in dem späteren persönlichen Aufeinandertreffen nur bestätigt hat. Lediglich technische Eigenschaften (ruckelndes Bild oder Verzögerungen der Internetverbindung) führen manchmal zu Irritationen. Diese konnte ich jedoch -wenn nötig- immer gut ansprechen und es konnten so zum Beispiel Informationen wiederholt werden. Wie bereits in der ersten Frage beantwortet, finde ich, dass die heimische Atmosphäre sehr viel Ruhe in die Situation bringt, was für beide Parteien von Vorteil ist.

Könnten Sie sich vorstellen, dass das Medium ‚Video‘ für Bewerbungsgespräche auch nach Corona weiterhin Anwendung findet; wie würden Sie das finden?  

Schulz: Ich würde dies befürworten. Es erleichtert den Bewerbungsprozess und beschleunigt diesen. So können evtl. aufwendige Anreisen (aus dem Ausland?) vermieden werden und es kann eine höhere Flexibilität ermöglicht werden. Je nach Einrichtung ist ein persönliches Erscheinen jedoch sinnvoll. Dies könnte zum Bespiel in einer „zweiten Runde“ des Bewerbungsverfahrens durch eine Hospitation entstehen. Dies hat mir selbst sehr geholfen meinen positiven Eindruck von der Einrichtung und den Kollegen zu bestätigen.

Könnten Sie sich vorstellen, sich für einen Kita-Träger zu entscheiden, wenn sowohl das Interview als auch die Kitaführung virtuell erfolgen? 

Schulz: Ja, definitiv. Natürlich ist ein persönliches Antreffen eventuell beruhigender, weil man selbst vor Ort war und sich einen umfassenderen Blick verschaffen kann, als wenn dies nur über den PC passiert, jedoch ist dies nicht unbedingt nötig. Ich kann auch an dieser Stelle nur wieder betonen, dass sich mein Eindruck im persönlichen Gespräch lediglich bestätigt hat. Zudem habe ich mich bereits vor der Hospitation für die Einrichtung ausgesprochen, obwohl ich noch nicht vor Ort war.

Würden Sie es begrüßen, wenn sich der Bewerbungsprozess für den Bewerber/die Bewerberin weg vom Schriftlichen hin zur Videobewerbung ändern würde? Wenn ja, was gefällt Ihnen daran?

Schulz: Ich finde die Kombination am besten. Denn durch den schriftlichen Part kann alles strukturiert und detailliert dargelegt werden, was von Relevanz ist und es besteht nicht die Gefahr, dass durch Nervosität im Gespräch evtl. etwas Entscheidendes übersehen wird. Jedoch ist der persönliche Eindruck im Videogespräch viel aussagekräftiger als durch eine rein schriftliche Bewerbung. 

Warum haben Sie sich für FRÖBEL und den Kindergarten Wasserstadt entschieden?

Schulz: Bereits vor meinem Vorstellungsgespräch über Skype ist mir der Träger FRÖBEL als sehr strukturiert und professionell positiv aufgefallen. Meine Anfragen wurden sehr zeitnah und aussagekräftig beantwortet, wodurch ich mich sehr unterstützt gefühlt habe. Im Skype-Call stimmte nahezu auf Anhieb der zwischenmenschliche Kontakt und ich habe zudem für mich festmachen können, dass ich mich sehr gut mit dem pädagogischen Blickwinkel der Einrichtung identifizieren kann. Der Kindergarten Wasserstadt hat mich zudem besonders begeistert, da sich dieser derzeit im Aufbau befindet und somit die Chance besteht, von Anfang an „mitzugestalten“. Allem in allem hat das Gesamtpaket gestimmt und ich hatte ein wirklich gutes Bauchgefühl.

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