25 Jahre FRÖBEL 22. Mai 2015

Erzieher*in: Ein Beruf im Wandel

Mein Foto zeigt die erste Gruppe der Kinderkrippe in der Fürstenwalder Straße in Berlin-Friedrichshain mit ihrer Erzieherin Heidrun Richter und einer Studentin um 1975 im Garten beim Frühstück oder Vesper.

Anders als heute mussten Betreuer*innen von Krippenkindern damals aus hygienischen Gründen einen Kittel tragen, da bei ihrer Arbeit im Wesentlichen die Pflege der kleinen Kinder im Vordergrund stand. Mit der Wende 1989/90 und der Veränderung der Zuständigkeiten für die einzelnen Berufsfelder im Osten
"verschwand" der Kittel.

Der Begriff und das Berufsbild der Erzieher*in haben sich in Deutschland erst nach der Wende vereinheitlicht. Bis in die 70er Jahre betreuten im Westen "Kindergärtner*innen" die Kinder. Mit der Reformierung der Ausbildung zu einer sogenannten Breitband-Ausbildung erweiterte sich nicht nur das mögliche Tätigkeitsfeld, sondern die Berufsbezeichnung hieß fortan "Erzieher*in". In der DDR spezialisierte
man sich mit der Ausbildung auf eine bestimmte Altersgruppe. Krippenerzieher*innen betreuten Krippenkinder im Alter von 8 Wochen bis 3 Jahre. Danach wechselten die Kinder in den Kindergarten, wo sie von Kindergärtner*innen und später im Hort von Horterzieher*innen betreut wurden. Nach der Wende wurde das Berufsbild vereinheitlicht und die Kolleg*innen aus dem Osten konnten sich durch eine berufsfelderweiternde Fortbildung zu staatlich anerkannten Erzieher*innen ausbilden lassen.

Gabriele Scholz-Sikojev, damals Leiterin dieser Kinderkrippe, bis Ende 2014 stv. Geschäftsführerin des FRÖBEL e.V.


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