Aktuelles 04. Mai 2018

Koreanische Delegation besucht FRÖBEL-Hort

Der FRÖBEL-Hort Sonnenschein in Potsdam bekam am 25. April 2018 Besuch von einer Delegation aus Korea. Die geladenen Gäste verschafften sich Eindrücke davon, wie das System eines Hortes funktioniert, dessen Organisation, Betreuung und Tagesgestaltung. Esther Francke, Leiterin des Hortes berichtet.

In Korea ist die Geburtenrate rückläufig. Dennoch wächst der Bedarf an Kinderbetreuung, da die Menschen täglich vergleichsweise mehr arbeiten und Zeitmangel ein großes Problem darstellt. Wochenarbeitszeiten bis zu 52 Stunden sind dort keine Seltenheit.

Was wir hierzulande als „Hort“ kennen und für uns als selbstverständlich erachten, ist in Korea ein Fremdwort. Dort verbringen die Kinder teilweise bis zu zwölf Stunden in den Räumen der Schule.

Eine räumliche Abwechslung für eine anregende und entspannte Atmosphäre nach der Schule, wie Bewegungsräume, Spielezimmer, Rückzugsorte, Malräume, Nähatelier oder eine Holzwerkstatt gibt es in Korea nicht. Umso mehr waren die Gäste am FRÖBEL-Hort Sonnenschein interessiert.

Zu Beginn des Besuchs wurden unsere freundlichen Gäste aus Fernost durch die Geschäftsleitung von FRÖBEL in Westbrandenburg, Kerstin Rödiger, und dem Team kulinarisch in Empfang genommen und eingeladen, sich an gedeckter Tafel mit Fingerfood, Kaffee, Tee und leckeren Desserts wohlzufühlen.

Anschließend wurden diverse Fragen zum Tagesablauf und den Aufgabenbereichen derpädagogischen Fachkräfte beantwortet. Das große Interesse der Delegation sowie die sorgfältig vorbereiteten Fragen ließen von Anfang an eine rege und angenehme Gesprächsrunde entstehen.

Der Höhepunkt des Tages ereignete sich beim Hausrundgang im Kapla-Raum. Ein Kind bemerkte die koreanische Gruppe und fragte einen der Erzieher*innen leise: „Sind die englisch?“ Daraufhin der Erzieher: „Nein, das sind heute unsere Gäste aus Korea.“ Die folgende Reaktion des Jungen verleitete die Anwesenden zum Schmunzeln: „Ah, nee. Das kann ich nicht…sonst hätte ich „Hello“ gesagt.“

Wir bedanken uns für den freundlichen und interessanten Besuch der Gruppe. Auch wir konnten sehr viel Neues erfahren und die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten beider Bildungskulturen kennenlernen.

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