Aktuelles · Sprach- & Leseförderung 07. November 2019 · BT/HO

Leseförderung ist Zukunftsaufgabe

Deutscher Lesepreis in Berlin verliehen - FRÖBEL stiftete den Preis für drei Kitas, die sich in herausragender Weise für Sprach- und Leseförderung engagieren

Stefan Spieker (Vorsitzender des Vorstands FRÖBEL e.V.) mit den Erstplatzierten des Lesepreises in der Kategorie "Herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas": Manuela Thiel und Daniela Knechel (Familienzentrum und Kindertagesstätte NEV) | Köln/NRW (© Stiftung Lesen / Sascha Radke)

Gestern Abend wurde im Berliner Humboldt Carré der 7. Deutsche Lesepreis verliehen. Ausgezeichnet wurden 16 Personen und Einrichtungen, die sich nachhaltig für die Leseförderung einsetzen. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert und wurde in sechs Kategorien vergeben: individuelles Engagement, kommunales Engagement, Sprach- und Leseförderung in Kitas, Leseförderung an Schulen, Leseförderung mit digitalen Medien und Sonderpreis für prominentes Engagement. Der Deutsche Lesepreis ist eine Initiative von Stiftung Lesen und Commerzbank Stiftung.

FRÖBEL unterstützt den Deutschen Lesepreis von Beginn an und stiftet den Preis in der 2018 neu geschaffenen Kategorie „Herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas“. Auf der Festveranstaltung mit rund 240 geladenen Gästen aus Bildung, Wirtschaft, Politik und Kultur im Berliner Humboldt Carré überreichte FRÖBEL-Geschäftsführer Stefan Spieker den Lesepreis gestern an drei Kitas, die sich besonders dafür einsetzen, Lesen und Vorlesen gemeinsam mit Eltern, Ehrenamtlichen und Netzwerkpartnern bereits im Kindergarten zu fördern.

Ausgezeichnet wurde mit dem 1. Preis das Familienzentrum & Kindertagesstätte Niehler Elternverein e.V. aus Köln. Dort gehören Bücherwerkstatt, Lesungen, Bilderbuchkinos und Theaterstücke zum Alltag. Den 2. Preis erhielt der Kindergarten FABIDO FZ Stollenstraße aus Dortmund. Diese Kita möchte bei Kindern nachhaltig die Freude am Gestalten, Vorlesen und Erzählen wecken. Eltern helfen als Vorlesepatinnen beim Lesen lernen – auf Deutsch, Polnisch, Spanisch und Kurdisch. Über den 3. Preis freute sich die Kindertagesstätte Klettermax aus Magdeburg. Diese Kindertageseinrichtung vereint alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die Zusammenarbeit mit Familien und inklusive Pädagogik: Mit Leseecken, einem Geschichtenbaum, Bewegungsspielen und Erzähltheater. Eine Übersicht über alle Preisträgerinnen und Preisträger gibt es unter www.deutscher-lesepreis.de/preistraeger.

In seiner Laudatio lobte Stefan Spieker besonders das Engagement der Kindertageseinrichtungen für ein vielsprachiges Lese- und Vorleseangebot: „Vorlesen muss für alle Familien, egal welche Familiensprache sie sprechen, leicht möglich sein. Dafür brauchen wir mehr Angebote von Kinderbüchern in möglichst vielen Sprachen. Die heute ausgezeichneten Kitas setzen sich dafür vorbildhaft ein.“

FRÖBEL setzt sich ebenfalls vielfältig für eine Leseförderung und Sprachbildung bei Kindern von Anfang an ein. 54 FRÖBEL-Einrichtungen nehmen am Bundesprogramm Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist teil. Pädagogische Fachkräfte haben bei FRÖBEL die Möglichkeit, sich zum Thema Sprachförderung zu qualifizieren, um als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ihre Teams zu unterstützen. In zahlreichen FRÖBEL-Kindergärten gibt es Kinderbibliotheken, wo sich auch Familien Bücher in mehreren Sprachen für zu Hause ausleihen können. Neben dem täglichen Vorlesen der pädagogischen Fachkräfte fördern viele ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorleser die Freude an Büchern.

Mehr zum Deutschen Lesepreis: www.deutscher-lesepreis.de

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