Aktuelles · Themen · Menschen bei FRÖBEL 26. August 2019

Meine Fachkarriere bei FRÖBEL

“Sprache ist unser wichtigstes Kommunikationsmittel,” sagt Phillip Wachsmuth. Der Erzieher arbeitet als Multiplikator für Sprachförderung im FRÖBEL-Integrationskindergarten Am Elsterbecken. Was ihn an seiner Arbeit begeistert, erzählt er uns im Interview.

Philipp Wachsmuth, Multiplikator für Sprachförderung im FRÖBEL-Integrationskindergarten Am Elsterbecken

In loser Folge stellen wir an dieser Stelle Kolleginnen und Kollegen vor, die bei FRÖBEL eine Fachkarriere eingeschlagen haben. Sie berichten über ihre Motivation und erzählen, was ihnen die neue berufliche Perspektive persönlich gebracht hat. 

Was interessiert Sie am Thema Sprachförderung besonders? 

Sprache ist essentiell im zwischenmenschlichen Umgang. Da ich als Kind eine Lese-Rechtschreib-Schwäche hatte, ist es mein dringendes Anliegen, bereits kleine Kinder in ihrer sprachlichen Entwicklung gut zu stärken. Im pädagogische Alltag ist die Zeit oft knapp, um die eigene Arbeit zu reflektieren. Daher war es mir wichtig, effiziente Strategien und Methoden zu erlernen, wie Sprachbildung selbstverständlicher und alltagsintegriert begleitet werden kann.  

Ich hatte die Chance am Bundesprogramm „Sprach-Kita: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teilzunehmen. Als ich in einen anderen FRÖBEL-Kindergarten wechselte, bot mir meine Leitung die Fortbildung zum Multiplikator an. Das war eine tolle Chance, das Thema weiterhin ins Team zu tragen und Verantwortung für mein persönliches „Lieblingsthema“ im Kindergarten zu übernehmen. 

Was haben Sie in der Fortbildung gelernt?  

Ich habe mich intensiv mit dem Thema befasst, wie man kleine Teams organisieren kann, um auch in Zeiten des Personalmangels gute pädagogische Arbeit leisten zu können. Damit einher ging auch die Frage, wie schaffe ich Inseln der Entspannung in stressigen Situationen.  

Fachlich habe ich viele Instrumente der Sprachbildung sowie der Vermittlung ins Team kennengelernt, die für meine Rolle als Multiplikator hilfreich sind. Mithilfe der Videografie gehe ich einzeln mit den Kolleginnen und Kollegen sowie unseren Praktikantinnen und Praktikanten pädagogische Situationen durch. Gemeinsam analysieren wir die Arbeit, aber immer mit Fokus auf den Stärken. Das Ergebnis war mehr Selbstvertrauen bei den pädagogischen Fachkräften, die sich wertgeschätzt und zugleich fachlich gestärkt fühlen.  

Wie hat sich Ihre Arbeit verändert?  

Von den Rahmenbedingungen her habe ich einen größeren Verantwortungsbereich. Das ist zwar etwas mehr Arbeit, aber sie erfüllt mich und wird ja auch entsprechend honoriert. Es ist eine Freude zu sehen, wie die erlernten Techniken und Instrumente zur Sprachbildung, beispielsweise Kinder durch offene Fragen zu intensiveren Gesprächen zu motivieren, fruchten.  

Was hat sich im Team verändert? 

Das Bewusstsein für Sprache und der Anspruch an eine bessere Qualität sind deutlich gestiegen. Das Team hat mehr Freude daran entwickelt, weil ich mir die Zeit dafür nehmen kann, ihnen fachliche Rückmeldung zu geben. So können pädagogischen Fachkräfte sensibler und kreativer mit den Kindern kommunizieren und sie dabei unterstützen, eigenen Entscheidungen zu treffen und auszudrücken.  

Welche Wirkung hat das auf die Kinder?  

Absolut positiv. Es kommt zu mehr Gesprächen und Absprachen, auch unter den Kindern. Wir Pädagogen beobachten und liefern Impulse für Gesprächsverläufe. Bei nicht-deutschsprachigen Kindern entwickle ich gemeinsam mit den Bezugserziehern einen Plan zur alltagsintegrierten Sprachbildung.  

Einige Kolleginnen und Kollegen verspüren einen Erwartungsdruck, dass das Kind Deutsch lernen muss. Ich versuche ihnen diesen Druck zu nehmen und erarbeite einen Plan, wie das Kind, ohne eine Sonderrolle einzunehmen, unterstützt werden kann. In regelmäßigen Abständen schauen wir gemeinsam, wie die Sprachbildung vorangeht. Aber hier ist besonders die Zusammenarbeit mit den Familien gefragt. 

Was gefällt Ihnen am meisten an ihrer Rolle? 

Das Schöne an meiner Rolle ist, dass ich sie flexibel und mit eigenen Ideen gestalten kann. Die Aufgabe des Multiplikators lebt von starkem Eigenengagement. Dafür braucht man in der Regel mehr als die drei eingeplanten Stunden. In unserem Haus haben wir eine gute Ausgleichsregelung gefunden. Mir ist es aber wichtig, meiner Berufung folgen zu können.

 

Sie interessieren sich für eine Fachkarriere? Wir beraten Sie gern:
Gesine Abel  
Referentin für Personalentwicklung und Fortbildung 
Tel.: 030 21235320
E-Mail: gesine.abel@froebel-gruppe.de 

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