Aktuelles 16. März 2020 · PädQE

Mit Kindern über den Coronavirus sprechen

Corona und die Auswirkungen auf das tägliche Leben sind für alle Menschen sehr präsent. Deshalb ist es wichtig, mit Kindern die aktuellen Entwicklungen zu besprechen. Folgende Punkte können Sie beachten, wenn Sie mit Kindern über das Coronavirus sprechen.

Vermitteln Sie Kindern Sicherheit und nehmen Sie Ängste ernst.

Hören Sie ihnen zu und sprechen Sie offen mit ihnen. Achten Sie bei Ihrer Sprache auf eine alters- und kindgerechte Vermittlung und sorgen Sie für eine vertrauensvolle Umgebung, in der sich die Kinder wohlfühlen.

Fragen Sie die Kinder, was sie schon wissen oder gehört haben.

Wenn Sie nicht auf alle Fragen eine Antwort wissen, können Sie sich gemeinsam mit den Kindern auf Recherche begeben. Wichtig ist es, dass Sie nicht mutmaßen und sich an seriöse und offizielle Quellen halten. Dies können zum Beispiel sein: das Robert-Koch-Institut (RKI), die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Gesundheitsministerium der Bundesrepublik Deutschland.

Gehen Sie bewusst mit Ihrer eigenen Verunsicherung um.

Dass Sie sich Ihrer eigenen Gedanken und Sorgen bewusst sind, ist die Voraussetzung, um gut mit Kindern zu sprechen. Suchen auch Sie sich Gesprächspartnerinnen oder -partner.

Besprechen Sie mit Kindern im Zusammenhang mit der Pandemie das Thema Diskriminierung und Mobbing.

Seit dem Ausbruch gibt es zahlreiche Berichte über Diskriminierung im Zusammenhang mit dem Virus. Thematisieren Sie, dass Aussehen, Sprachen oder andere Merkmale nichts damit zu tun haben, ob jemand erkrankt oder nicht.

Besprechen Sie mit Kindern auch positive Ereignisse.

Dazu gehört zum Beispiel das Engagement des medizinischen Fachpersonals, die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die an einem Impfstoff forschen und natürlich auch, wie viele Menschen wieder gesundgeworden sind. Besprechen Sie, wie Menschen sich in der Nachbarschaft gegenseitig helfen und warum es wichtig ist, Risikogruppen zu schützen.

Vermeiden Sie, dass Kinder unbeaufsichtigt TV und Social Media-Angebote konsumieren.

Dies kann Ängste schüren und oder den Eindruck erwecken, dasss ihnen Gefahr droht. Die öffentlich-rechtlichen Sender erweitern derzeit ihr Angebot gezielt für Kinder um hochwertige Bildungsangebote. Auch wenn der Medienkonsum bei Kindern in den kommenden Wochen steigt, achten Sie auf ein ausgewogenes Angebot zwischen Information, Wissensvermittlung und Unterhaltung.

Bleiben Sie bei gewohnten Tagesabläufen und Routinen.

Das gibt Kindern Sicherheit. Je nachdem, ob die Kinder zu Hause betreut werden oder sich in Notbetreuung befinden, können das unterschiedliche Routinen sein: Morgenkreis, Einschlafrituale, Spaziergänge, Vorlesemomente, gemeinsames Singen, Musizieren etc.

Bringen Sie den Kindern bei, wie sie sich und andere schützen können.

Erklären Sie, wie wichtig Hygienemaßnahmen wie Händewaschen sind und wie man richtig mit Niesen und Husten umgeht. Ein Plakat kann gemalt werden und daran erinnern, wie Hände gewaschen werden sollen. Um für jüngere Kinder das häufigere Händewaschen spannender zu gestalten, kann den Kindern beispielsweise eine Blume, ein Smiley o. ä. auf den Handrücken gemalt werden. Dieses Symbol sollte dann abends abgewaschen sein. Um die empfohlene Zeit beim Händewaschen einschätzen zu können, kann mit Kindern während dessen zweimal das Lied Happy Birthday gesungen werden.

Achten Sie als erwachsene Person darauf, wie Sie untereinander über die gegenwärtige Situation sprechen.

Auch wenn es wichtig ist, dass Kinder informiert werden, können Gespräche unter Erwachsenen Kinder beunruhigen. Seien Sie wachsam für Signale der Kinder. Vielleicht haben sie etwas aufgeschnappt, was besprochen und erklärt werden muss. Wenn Sie Gespräche unter Erwachsenen führen, stellen Sie auch dafür eine angemessene Umgebung her. Nehmen Sie sich konzentriert diese Zeit und vermeiden Sie beiläufige Gespräche. Dies wird Ihnen und den Kindern guttun.

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