25 Jahre FRÖBEL 29. Mai 2015

Spielen - damals und heute

Stefanie Weirich über Spielen als Selbstzweck

Meiner Erfahrung nach hat sich das Spielen bzw. die Freude der Kinder am Spielen nicht wesentlich verändert. Ich bin seit 1986 als Erzieherin tätig und beobachte täglich bei meiner Arbeit – damals wie heute –, dass die Kinder beim Spielen ihre Fantasie ausleben, Dinge erkunden und entdecken. Nach wie vor werden Rollenspiele gern gespielt, also Figuren aus Büchern, Film- und Fernsehen nachgeahmt. Aber auch alte Spiele wie Hüpfekästchen, klassische Singspiele kommen immer noch gut an. Die neuen, jungen Kolleg*innen bringen neue Spielideen mit, die gern und gut angenommen werden. Aber die "alten" Spiele sind deswegen nicht minder interessant. Zumindest kann ich das für unsere Kinder sagen. Sicherlich ist das Spielverhalten auch abhängig davon, was Kinder zuhause vorgelebt bekommen, wie viel mit ihnen gespielt wird.

Was sich allerdings verändert hat ist die Haltung der Erzieher*innen zum Spielen: Während in den 70er Jahren das Spielen etwas verschulter war, also immer auch einen offensichtlichen Lerneffekt haben sollte, ist man heute etwas entspannter. Wir machen Angebote, motivieren, aber es besteht kein Zwang. Die Freude am Spielen steht eindeutig im Vordergrund. Sätze wie: "Hol dir mal ein Spiel, das wir jetzt spielen" fallen so nicht mehr. Heute lässt man Kinder auch mehr Raum und Zeit zu beobachten. Sie kommen meist von ganz alleine, wenn sie zum Mitspielen bereit sind.

Stefanie Weirich, Leiterin des FRÖBEL-Kindergartens "An St. Peter" in Köln
www.st-peter.froebel.info 

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