Aktuelles · Pressemitteilung 10. Juli 2012

Stellungnahme

Die FRÖBEL-Gruppe zur Diskussion über Zusatz- und Aufnahmegebühren bei Berliner Kindergartenträgern

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin hat gestern in einer Presseerklärung auf die Unzu­lässigkeit der Praxis mancher Kita-Träger hingewiesen, aus der Not der Eltern und dem Berliner Kitaplatzmangel heraus Profit zu schlagen und Aufnahmegebühren für einen Kita-Platz sowie Gebühren für Elterngespräche oder für die Aufnahme in eine Warteliste zu erheben.

In den FRÖBEL-Kindergärten werden grundsätzlich keine Aufnahmegebühren erhoben. Die Elternbeiträge richten sich ausschließlich nach den jeweiligen öffentlichen Gebührenordnungen. Auch die Höhe der Essensgelder wird bei FRÖBEL nach den landesspezifischen und kommunalen Vorgaben bestimmt. Weil es uns wichtig ist, streben wir, wenn möglich, die Ausweitung auf eine vollwertige Verpflegung für die Kinder über den ganzen Tag hinaus an. Die Kosten dieses zusätzlichen Angebots der Vollverpflegung mit großen Anteilen regionaler und saisonaler Produkte werden allerdings nur teilweise an die Eltern weitergegeben.

FRÖBEL arbeitet zudem eng mit vielen Unternehmen zusammen, um einerseits die Verein­barkeit von Familie und Beruf zu fördern, andererseits zusätzliche Einnahmen für die Kinder­gärten zu erzielen. Diese werden für weitere besondere Angebote, wie verlängerte Öffnungszeiten, die muttersprachliche Begleitung der Kinder im Kindergartenalltag in Englisch oder weiteren Sprachen verwendet. Es ist uns dabei wichtig, dass diese Angebote allen Kindern offenstehen, nicht nur den Kindern auf den wenigen Belegplätzen der ko­operierenden Unternehmen.

Die Finanzierung von Kindertagesstätten ist jedoch überall sehr knapp kalkuliert. Um gemeinsam mehr für alle betreuten Kinder und Familien zu ermög­lichen, können Eltern und auch andere interessierte Förderer unserer pädagogischen Werte die inhaltliche Arbeit in unseren Kindergärten und Horten mit einer Fördermitgliedschaft unterstützen. Diese ist in jedem Falle freiwillig.

In den meisten Kita-Gesetzen und Finanzierungs­richtlinien ist ein sogenannter Trägereigenanteil zum Betrieb der Einrichtung vorsehen. Dieser gesetzlich erwartete Eigenanteil beträgt beispielsweise in Berlin 7 Prozent der kalkulierten Kosten, in Nordrhein-Westfalen sogar 9 Prozent. Die Aufbringung dieses Eigenanteils ist besonders für freie Träger - im Gegensatz zu Kommunen oder Kirchen, die diesen Anteil aus Steuermitteln finanzieren - immer wieder eine Herausforderung. FRÖBEL setzt sich seit Jahren dafür ein, diese Eigen­anteile durch eine transparente und auskömmliche Finanzierung zu ersetzen.

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin.

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