Aktuelles · Pressemitteilung 22. Juli 2016 · THE

Tariverhandlungen 2016: Erfolgreiche Tarifeinigung bei FRÖBEL

Tarifabschluss bringt Steigerungen um 2,4 Prozent und 2,35 Prozent sowie eine Mobilitätszulage bzw. Benefitregelung

FRÖBEL-Sitz im Haus des Lehrers in Berlin

Mit der am 18.07.2016 endenden Erklärungsfrist wird die Tarifeinigung zwischen FRÖBEL und der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) wirksam. Für die fast 3.000 in ganz Deutschland beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es folgende tarifliche Verbesserungen:

  • rückwirkende Steigerung der Tabellenentgelte um 2,4 % zum 01.07.2016;
  • weitere Steigerung der Tabellenentgelte um 2,35 % zum 01.07.2017;
  • Fortführung der Jahressonderzahlung in 2016;
  • Erhöhung der Jahressonderzahlung in 2018 um 50 Euro auf 800 Euro;
  • Einführung einer Mobilitätszulage (u.a. für Jobtickets) unter bestimmten Voraussetzungen ab dem 1.1.2017 in Höhe von maximal 44 Euro – oder als alternative Wahlmöglichkeit eine Teilnahme am Mitarbeiter-Benefitprogramm in Höhe von ebenfalls maximal 44 Euro im Monat (beide Leistungen sind steuer- und sozialversicherungsbefreit).

"Mit den Erhöhungen um 2,4 % und 2,35 % vollziehen wir den Abschluss des TVöD vollumfänglich nach und legen mit dem monatlichen Zuschuss von bis zu 44 Euro sogar noch etwas darauf", so Stefan Spieker, Geschäftsführer der FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH.

Das ist uns deswegen nicht leicht gefallen, da in Bundesländern, in denen die öffentlichen Einrichtungen nicht nach TVöD zahlen, keine Anpassung der Refinanzierung stattgefunden hat, beispielsweise in Berlin. Andere Bundesländer, wie Nordrhein-Westfalen, haben den freien Trägern bis heute noch nicht einmal die vorherige Tarifrunde refinanziert, die auf eine komplette Neueingruppierung des pädagogischen Personals hinauslief. Erst mit über einem Jahr Verspätung wird zum 01.08.2016 hierauf reagiert und für die aktuellen Tariferhöhungen gibt es keine Signale des Landes, hier für eine faire Regelung für die freien Träger zu sorgen.

"Bis heute werden freie Träger in vielen Bundesländern alleine schon durch die Trägereigenanteile gegenüber den öffentlichen Trägern benachteiligt", so Spieker weiter, "es kann nicht länger so sein, dass gemeinnützige Träger den staatlichen Rechtsanspruch auf Bildung in der Kita finanzieren müssen – dies muss in naher Zukunft reformiert werden."

FRÖBEL engagiert sich daher insbesondere auf Bundesebene gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband und den anderen Spitzenverbänden für eine Reform der Kitafinanzierung. Unter anderem beauftragte FRÖBEL gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband ein Rechtsgutachten, welches im April 2016 präsentiert wurde:

Download: Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner: "Rechtsgutachten zum Reformbedarf bei der Finanzierung der Kindertagesbetreuung" (PDF; 317 KB)

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Mit unserem monatlich erscheinenden Newsletter sind Sie immer informiert über aktuelle Projekte, Themen und Veranstaltungen bei FRÖBEL.