Aktuelles · Wunder finden · Haus der kleinen Forscher 11. Juni 2019 · ms/bt

Wunder finden: Wetter, Klima, Nachhaltigkeit

Die Kinder aus dem FRÖBEL-Kindergarten Mäusekiste in Leipzig waren ins Wolkenlabor in den Wissenschaftspark eingeladen. Wie entsteht eigentlich das Wetter? Dieser Frage gingen sie gemeinsam mit zwei Eltern nach, die am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung arbeiten. Leiterin Manuela Strini berichtet.

Am Ende unserer Experimente ließen wir gemeinsam einen Wetterballon steigen.

Wie viele Wetter gibt es eigentlich? Das wollten wir gemeinsam erforschen. Das hat uns großen Spaß gemacht, denn viele Wettersymbole konnten wir schon zielstrebig richtig einordnen. Wie entsteht eigentlich ein Regenbogen? Mit Hilfe eines wassergefüllten Glasbehälters und einer Taschenlampe konnten wir selbst einen Regenbogen zaubern.

Am meisten beeindruckt hat uns das Tannenzapfen-Experiment. Hierbei wurde Wasser in Flaschen auf eine Temperatur von -8°C abgekühlt.

Bei dieser Temperatur bleibt es noch flüssig. Es wird dann über einen Tannenzapfen gegossen. Auf dem Tannenzapfen sind kleine mit bloßem Auge nicht sichtbare Partikel mit einer eisähnlichen Struktur, die das kalte Wasser beim Übergießen sofort gefrieren lassen. Das war für uns alle so verblüffend und spannend zugleich, dass aus flüssigem Wasser plötzlich Eis entstehen kann.

Die wissenschaftliche Erklärung für das kleine Wunder bekamen wir sofort:

Niederschlag kann sowohl in flüssiger als auch in fester Form fallen, wie zum Beispiel als Schnee oder Hagel. Dies sind Zusammenschlüsse aus mehreren einzelnen Eiskristallen, die sich ab Temperaturen unter 0°C in einer Wolke bilden. Schneekristalle haben immer eine sechseckige Form.

Unter 0°C gefriert aber nicht gleich jeder Tropfen, der in einer Wolke vorhanden ist. Auch flüssige Wolkentröpfchen können sich bei Minusgraden noch in den Wolken halten. Das bedeutet das Eiskristalle und Wolkentropfen nebeneinander schweben. Erst wenn der sozusagen unterkühlte Wassertropfen auf eine Oberfläche trifft, die der Struktur der Eiskristalle ähnelt, gefriert der Tropfen.

Wir alle waren so begeistert und zugleich erstaunt, dass Wasser nicht immer unter 0°C gefriert und erst beim Zusammentreffen mit ähnlich wie Eiskristalle aussehenden Dingen zu Eis werden kann.

 

Der Besuch war Teil des Projekts „Wetter, Klima, Nachhaltigkeit“, das im Juni mit der Zertifizierung zum Haus der kleinen Forscher abschließen wird. Im Rahmen des Projekts gingen wir unter anderem folgenden Fragen nach:

Wie entstehen Wolken?

Wachsen Pflanzen bei Sonne, Regen, Wärme oder Kälte unterschiedlich?

Welche Formen kann das Wasser haben?

Was passiert eigentlich mit unserem Müll?

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