Aktuelles · Menschen bei FRÖBEL 26. März 2019 · HO

"Zum ersten Mal erlebe ich meinen Beruf als sinnvoll"

Wolfgang Puth (44) und Ansgar Fieberg (21) studieren seit dem Sommer 2018 an der neuen Fachschule. Die ersten Prüfungen haben sie bereits absolviert. In den Teams ihrer Berliner FRÖBEL-Kindergärten haben sie erste Praxiserfahrungen gesammelt. Ein erstes Resümee nach sechs Monaten.

Warum haben Sie sich für die FRÖBEL Akademie entschieden?

Wolfgang Puth: In meiner Elternzeit hatte ich bereits über einen Wechsel in den Erzieherberuf nachgedacht, meine bisherigen Tätigkeiten hatten mich nicht erfüllt. Während des Praktikums in einem FRÖBEL-Kindergarten habe ich dann von der Akademie erfahren. Da mir FRÖBEL als bundesweiter Träger grundsätzlich viele Optionen bereithält, habe ich mich beworben. Außerdem sind Fachschule und Kindergarten gut verzahnt, was mir einiges erleichtert.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit dem Lernen an der Fachschule gemacht?

Ansgar Fieberg: Wir lernen sehr eigenständig ohne Frontalunterricht. Am Anfang erhielten wir fünf „Lernbausteine“ mit jeweils bis zu 20 Aufgaben, was mich erstmal ganz schön verwirrt hat. Doch nach der Klausur zeigte sich, dass ganz schön viel hängen geblieben ist, obwohl ich den Stoff kaum wiederholt hatte. Das kannte ich so nicht. Offensichtlich konnte ich durch das eigenständige Lernen selbst komplexe Themen viel leichter erarbeiten als zu meiner Schulzeit. Wir bilden Lerngruppen, bearbeiten im Team die Aufgaben und stellen anschließend unsere Ergebnisse dem gesamten Plenum vor. So festigt sich mein Wissen und ich finde meinen Standpunkt.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Praxisort besonders?

Ansgar Fieberg: Zuallererst natürlich die Arbeit mit "meinen" Kindern, die sehr wissbegierig sind. Und der offene Bereich, der uns momentan sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Unser Team besteht vor allem aus Männern und wir toben uns gerade handwerklich aus. 

Wolfgang Puth: Die Arbeit mit Kindern ist im Vergleich zu meinen vorherigen Tätigkeiten wahnsinnig inspirierend und befruchtend, zum ersten Mal erlebe ich meinen Beruf als sinnvoll. Wenn ich morgens komme, rufen die Kinder meinen Namen und stürmen auf mich zu. Das ist schon toll. Auch die 4000 Quadratmeter Gartenfläche und die Waldlage bieten viele Anregungen für die pädagogische Arbeit.

 

Welche langfristigen Ziele verfolgt FRÖBEL mit der Akademie, welches sind die nächsten Meilensteine?
Neben der qualitativen Weiterentwicklung auf der Grundlage beständiger Evaluation soll die Fachschule auch quantitativ wachsen. Nachdem wir im Sommer 2018 mit einer Semestergruppe gestartet sind, soll die Schule bis 2022 auf bis zu drei Jahrgangsgruppen pro Schuljahr anwachsen. FRÖBEL will damit einen Beitrag zur Erhöhung der Ausbildungsplätze und der Absolventenzahlen zu leisten und die mit der Berufspraxis verknüpfte berufsintegrierende Ausbildung zu stärken.
Durch die berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher steigt die Bedeutung der Kindertageseinrichtung als Ausbildungsort. FRÖBEL will die eigenen Einrichtungen im kommenden Jahr als Lernort Praxis qualifizieren und stärken.

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