ESF-Projekt „Kita 4.0“ 15. November 2021 · (jmei)

Zwei Jahre ESF-Projekt „Kita 4.0“

Im ESF-Projekt „Kita 4.0“ werden seit Ende 2019 die Möglichkeiten der digitalen Bildungsdokumentation erprobt und Fachkräfte im Umgang mit digitalen Medien qualifiziert. Am 3. November kamen alle Projektbeteiligten von FRÖBEL in Leipzig zu einem Evaluationsworkshop zusammen, um gemeinsam einen Rückblick auf die beiden Jahre im ESF-Kontext zu werfen.

Die Teilnehmenden des Evaluationsworkshops aus Berlin und Leipzig.

Mentorinnen und Mentoren für Digitale Dokumentation, Kitaleitungen aus Leipzig und Berlin tauschten sich gemeinsam mit Fachberatungen und Geschäftsleitungen zu ihren Erfahrungen aus. Bei sonnigem Herbstwetter wurden im Social Impact Lab die Highlights und Zaubermomente der letzten Jahre ebenso beleuchtet wie Hürden und Stolpersteine. Es wurden Gelingens-Faktoren für den Veränderungsprozesse in Richtung Digitalisierung identifiziert und Ideen für den Transfer der Erkenntnisse entwickelt.

 

Das Projekt zeigt Wirkung: Highlights und Zaubermomente im Projekt „Kita 4.0“

  • Drei Einrichtungen aus dem Projekt „Kita 4.0“ haben sich beim Digitaltag von FRÖBEL mit ihren Erfahrungen und Angeboten kompetent präsentiert. Im Video u.a  ab Minute 28
  • Gewinn des Arbeitsgeberpreises für Bildung der Projekteinrichtung: Der FRÖBEL-Integrationskindergarten Fröbelchen hat besondere Problemlösungskompetenz bewiesen und trotz Vorbehalten den „digitalen Durchbruch“ schaffte
  • Die Projekteinrichtung FRÖBEL-Kindergarten Im Lützelsteiner Weg wird künftig als Konsultationseinrichtung bei FRÖBEL für den Themenschwerpunkt Digitalisierung für interessierte Fachkräfte und Einrichtungen ihre Türen öffnen.

Gelingens-Faktoren im Veränderungsprozess zur Digitalisierung

  • Eine offene, engagierte Kita-Leitung, die den Change-Prozess als Führungsaufgabe begreift
  • Ein funktionierendes Tandem zwischen Mentorinnen/Mentoren und Kitaleitung, die in einem guten Austausch stehen und sich gegenseitig unterstützen
  • Das besondere Engagment einzelnder Fachkräfte, wie der Mentorinnen/Mentoren, die stets neugierig, begeisterungsfähig, interessiert und mit viel Ausdauer an Technik, Software und Team-Kolleginnen/-Kollegen dran waren
  • Als besonders bereichernd und motivierend wurde der persönliche und digitale Austausch, die Kontaktmomente und Vernetzung unter den Beschäftigten verschiedener Einrichtungen auch überregional und mit dem Träger beschrieben, ebenso wie die Teamweiterbildungen und Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen des Projekts
  • Die persönliche Unterstützung durch das Projektteam, Besuche vor Ort und das Vertrauen hat Sicherheit gegeben und Ängste genommen
  • Interessierte, unterstützende Familien und begeisterte Kinder
  • Die technische Ausstattung an sich und ein gut funktionierendes WLAN; einen problemloser Zugang zu Internet und Tablets hat den Fachkräften über die digitale Dokumentation hinaus viele neue Möglichkeiten eröffnet, um medienpädagogisch mit den Kindern zu arbeiten oder an digitalen Weiterbildungen teilzunehmen

Handlungsbedarfe und Ausblick auf die letzte Projektphase

Der Workshop wurde außerdem für Forschungszwecke genutzt. Die Gruppendiskussion zur digitalen Dokumentation wurde wissenschaftlich von Maria Pfützner von der FH Bielefeld (sie forscht zum Thema E-Portfolios bei Prof. Dr. Helen Knauf) begleitet. Von der Software KITALINO stand Jörg Höhn für die Rückmeldungen und Eindrücke der Teilnehmenden zur Verfügung. Zu einigen Funktionen der Software und zur Performance an sich gab es Verbesserungswünsche. Internet und Softwareprobleme sind immer noch die größten Herausforderungen im Kita-Alltag.

Gemeinsam mit den Projektbeteiligten suchen wir nach kreativen Möglichkeiten mit diesen Einschränkungen umzugehen. Für Anfang April ist die Abschlusstagung im Rahmen eines Digitalfestivals bei FRÖBEL geplant. Eine Terminankündigung folgt.

 

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