Kompetenz für Kinder

Aktuelles FRÖBEL engagiert

Ein "Sprungbrett" in die Kita

Gelungene Integration geflüchteter Kinder in das deutsche Bildungssystem

Impressionen aus dem Projekt "Sprungbrett": Durch gemeinsame Aktivitäten erlebten Kinder und Familien aus Notunterkünften frühkindliche Bildung und fanden den Weg in Kita oder Grundschule

Mit dem Ziel, geflüchteten Kindern einen leichteren Zugang zum Bildungssystem in Deutschland zu ermöglichen, initiierte der Berliner Senat im Sommer 2016 das Projekt "Sprungbrett". Bis zu zehn Kinder aus Flüchtlingsunterkünften sollten im Rahmen einer Spielgruppe vier Monate lang an fünf Tagen pro Woche jeweils in den Nachmittagsstunden betreut werden, den Sozialraum kennen lernen und die deutsche Sprache erlernen. Das Angebot zielte in erster Linie auf Kinder im Vorschulalter, denen der Eintritt in den Kindergarten oder in die Grundschule erleichtert werden sollte. FRÖBEL bewarb sich erfolgreich um eine Förderung im Rahmen des Projekts.

Das Projekt startete Mitte September im FRÖBEL-Kindergarten Straßburger Straße in Berlin-Prenzlauer Berg. Aus den benachbarten Notunterkünften konnten sieben Kinder aus Albanien, Afghanistan und Russland gewonnen werden, allerdings im Alter von 2-6 Jahren. Dies stellte sich später jedoch als vorteilhaft für den Gesamterfolg des Integrationsprojektes heraus. Der Kindergarten stellte einen festen Betreuungsraum zur Verfügung und ermöglichte der Spielgruppe die Nutzung von Bauraum, Bibliothek und großem Außengelände.

Die Förderschwerpunkte des Projekts waren Sprachentwicklung, Entwicklung des Sozialverhaltens, Kreativität, Spielanregungen und die Stärkung des Selbstvertrauens der Kinder, die sich täglich unter schwierigen Bedingungen mit dem turbulenten Alltag in der Unterkunft auseinandersetzen müssen. Die Einbindung und die Teilnahme der Eltern der Kinder bei den pädagogischen Angeboten sowie bei Ausflügen stellten einen wichtigen Teil des Projekts dar. Die Arbeit war für die beiden Betreuerinnen durchaus herausfordernd: Häufig konnten sie sich nur mit Bildkarten und Rollenspielen mit den Kindern und ihren Eltern verständigen, die so gut wie kein Deutsch sprachen. Nach anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten lebten sich die Kinder sehr gut in der Spielgruppe bzw. im Kindergarten ein.

Betreuerin Aizhanar Bekkin bewertet das Projekt nach Abschluss positiv: "Das Projekt ermöglichte den Kindern, den Kindergartenalltag, die Strukturen und die Spielräume einer Einrichtung kennenzulernen und für sich herauszufinden was es bedeutet, "in der Kita zu sein". Durch vielfältige Spielmöglichkeiten, Rituale und gemeinsames Essen wurde den Kindern das "Kitaleben" nahegebracht. Die Teilnahme der Eltern an den Bildungsprozessen ihrer Kinder und gemeinsame Ausflüge auf Spielplätze im Kiez gaben den Eltern die Gelegenheit, ihre Kinder in Kindergarten- und Spielaktivitäten neu zu erleben. Sie lernten dabei ihre Kinder aus einer anderen Perspektive zu betrachten, und konnten dabei tief in die Welt ihrer Kinder eintauchen."

Kinder und Familien fanden durch das Projekt ihren Weg in das deutsche Bildungssystem: Ein Kind hat inzwischen einen festen Betreuungsplatz im FRÖBEL-Kindergarten Straßburger Straße bekommen, drei weitere Kinder sind in einem anderen Kindergarten angekommen, weitere Geschwisterkinder werden ihnen folgen.

FRÖBEL dankt dem Team im FRÖBEL-Kindergarten Straßburger Straße sehr herzlich für die Unterstützung des Projekts "Sprungbrett" mit Räumlichkeiten, kompetenter Beratung und vor allem einer großen Offenheit gegenüber den Kindern und Familien.

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