Kompetenz für Kinder

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Neues aus Japan

Am 11. März 2011 wurde durch die Flutwelle infolge des schweren Erdbebens in Japan auch der Kindergarten Wakaba in Yuriage vollständig zerstört. Wie geht es dem Team des Kindergartens fünf Jahre nach dem verheerenden Erdbeben? Der jetzige Leiter des Kindergartens, Hiroshi Sasaki, berichtet.

„Wir bedanken uns noch einmal herzlich für Ihre Spendensammlung für unseren Wakaba Kindergarten. Er trägt jetzt den Namen Mitazono Wakaba Kindergarten.

Es sind fünf Jahre seit der großen Erdbebenkatastrophe Ost-Japans. Unser Wakaba Kindergarten im Ortsteil Yuriage wurde durch das Erdbeben und den Tsunami völlig zerstört. Dank Ihrer Unterstützung wie auch von vielen anderen Menschen, konnten wir einen temporären Kindergarten im Nachbarortsteil Mitazono, Natori errichten, Auch dieser Ortsteil war vom Tsunami stark betroffen. Auch Kinder aus der Nachbarschaft besuchen unseren Kindergarten.

In Yuriage arbeitet man immer noch daran, das Bodenniveau anzuheben. An der Küste ist es überall der Fall, es werden aber noch einige Jahre bis zur Rückkehr in unsere Heimat dauern.

Zurzeit besuchen 75 Kinder unseren Kindergarten und ab April werden es 95 Kinder sein. Im ersten Jahr nach der Katastrophe waren es weniger als 50. Täglich wird viel gespielt und gelernt, Geburtstag gefeiert, Theater gespielt, Englisch unterrichtet, es gibt auch Teezeremonie und im Winter haben wir viel im Schnee gespielt.

Die Spende, die wir vom FRÖBEL e.V. erhalten hatten, haben wir für neue Stühle und Tische verwendet, die von Handwerkern aus der Gegend gefertigt wurden. Es sind Stühle geeignet für die Kleinsten, Mittleren und Ältesten. Dazu einen großen Tisch.

Es ist nun das dritte Jahr, seitdem wir unseren Kindergarten wieder geöffnet haben.  Kinder die im Jahr der Erdbebenkatastrophe geboren waren, werden nun schon sechs Jahre alt in diesem Jahr. Es sind fünf Jahre vergangen und man denkt, wir sind mit dem Wiederaufbau sehr gut vorangekommen. In der Tat gibt es aber immer noch viele Menschen, die leider noch in provisorische Wohnungen wohnen müssen und deren Alltag sich noch nicht normalisiert hat. Wir hören auch, dass viele aus Fukushima nach Natori umziehen werden. Es ist sicher mühsam, in einer fremden Stadt Kinder großzuziehen.

Wir fühlen es auch, dass sich unsere Aufgabe unseres Wakaba Kindergartens geändert hat. Für die Menschen, die nicht direkt betroffen waren, scheint die Katastrophe eine Sache in der Vergangenheit zu sein. Jedoch egal wo man lebt, sollte man wissen, dass sich überall eine Katastrophe sich ereignen kann.

Durch die Erfahrung dieser Katastrophe hoffen wir sehr, dass die Kinder das Wunder einer Geburt, die Wichtigkeit des Lebens, die Freude zu leben erkennen. Die Kinder entwickeln sich täglich. Wir möchten die Kinder begleiten und betreuen, und sehen, wie sie in die weite Welt hinaus fliegen.

Noch einmal vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.“

 

Als ersten Schritt für den Wiederaufbau unterstützen der FRÖBEL e.V. und die Deutsche Liga für das Kind mit einer Spendenaktion den Wiederaufbau. Besonders verbunden fühlen wir uns mit diesem Kindergarten, da er nach dem Konzept Friedrich Fröbels arbeitet, dem Namensgeber unserer FRÖBEL-Kindergärten.

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