25. Juni 2019

Wunderbare Wissenschaft

Fest, flüssig oder gasförmig?

Die "Flinken Forscher" freuen sich immer sehr, wenn Eltern den pädagogischen Alltag der Einrichtung mit ihrem Einsatz bereichern. Ganz besonders wenn sie es auf so zauberhafte und eindrucksvolle Art und Weise tun. Im folgenden berichten Sandra und Oliver Breunig von ihrem "Forscher-Erlebnis" in unserem Haus:

"Als Physiker und Mitarbeiter der Universität zu Köln waren wir schon häufig für Schülergruppen im Einsatz und haben die Freude am Experimentieren mit Kindern erlebt, aber noch nie mit so jungen Forschern wie in der Kita. Daher waren wir auch sehr gespannt, wie die Kinder reagieren würden und wie viel sie davon vielleicht schon verstehen. Mitgebracht hatten wir flüssigen Stickstoff und allerhand Materialien, die man darin einfrieren kann. Denn flüssiger Stickstoff hat eine Temperatur von -196 °C, daher musste eine gewisse Ordnung herrschen und die Kinder wurden vorsichtshalber mit Spezial-Handschuhen und Schutzbrillen ausgerüstet. Echte kleine Forscher*innen standen vor uns! Dass Blumen einfach zerbrechen, wenn sie in diese komische Flüssigkeit gehalten werden, war schon kurios, dass man mit einer Banane danach einen Nagel einschlagen kann auch.

Aber richtig cool waren dann erst die gefrorenen Gummibärchen, die wie Glas zerspringen, wenn man mit einem Hammer drauf kloppen darf (vor allem, wenn es auch welche zu naschen gibt). Was vorher weich war, wird hart, wenn es kalt wird und was vorher wie Gummi war, wird bröselig- klare Erkenntnis. Aber warum wird der mit Luft gefüllte Ballon kleiner, wenn man ihn kalt macht? Und dann ist es da auf einmal nass drin. Nicht so einfach zu verstehen, aber es ist die Luft die nicht mehr gasförmig ist, sondern flüssig wird.

Das Warum stand definitiv nicht sehr im Fokus, aber die Begeisterung über das, was da passierte war enorm. Und erst recht, wenn alle Kinder wie kleine Drachen aussehen, wenn man gefrorenes Popcorn isst. Das ist schon eine kleine Mutprobe. Wir hatten mindestens genauso viel Spaß dabei. Und wer weiß, vielleicht erinnert sich später im Physik- oder Chemieunterricht eine*r der kleinen Forscher*innen an das tolle Gefühl beim experimentieren und freut sich zu lernen und zu verstehen, was dabei passiert ist. Die lebendige Begeisterung für das Forschen wünschen wir von Herzen unsere kleinen großen schlauen Köpfen der Zukunft. Und man kann es ja auch so sehen: Wer braucht schon Einhörner um etwas magisches zu erleben? Science is magic that works!"

www.flinkeforscher.froebel.info

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