FRÖBEL-Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Brandenburg 2019

Manches hat sich in Brandenburg in der vergangenen Legislaturperiode im Bereich Kindertagesbetreuung verbessert - so wurden die Personalschlüssel im Krippen- und Hortbereich leicht angehoben und die Elternbeiträge für das letzte Kitajahr komplett abgeschafft. Mit Mitteln aus dem sogenannten "Gute-Kita-Gesetz" wird ab Sommer 2019 eine langjährige Forderung von Trägern und Eltern erfüllt, indem die längeren Betreuungszeiten über 7,5 Stunden immerhin teilweise refinanziert werden. Familien mit geringem Einkommen können sich außerdem über eine weitere Abschmelzung der Elternbeiträge freuen. 

Dennoch gibt es in den kommenden Jahren viel zu tun. Dem Land Brandenburg droht ein steigender Mangel an pädagogischen Fachkräften. Beim Personal- und Leitungsschlüssel ist das Land im bundesweiten Vergleich noch immer unter den Schlusslichtern. Das brandenburgische Kindertagesstättengesetz (KitaG) muss - hier sind sich alle Fachpolitikerinnen Fachpolitiker mit Trägern und Eltern einig - dringend reformiert werden. Aufgrund der zahlreichen Anpassungen in den letzten Jahren gibt es viele unklare Regelungen, die in der Praxis zu Konfliktfeldern zwischen dem Land, Kommunen, Eltern und Trägern führen. Das betrifft zum Beispiel die Refinanzierung der Sachkosten an die Träger (das sind z.B. Ausgaben für Instandhaltung von Haus und Außengelände, Bücher, Lernmaterialien und Fortbildungen) wie auch eine transparente Erhebung von Elternbeiträgen.

Am 1. September 2019 wird in Brandenburg ein neuer Landtag gewählt. Im Vorfeld der Wahl hat FRÖBEL die größeren Parteien nach ihren Plänen für die Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung im Land gefragt. Welche Prioritäten setzen sie bei weiterhin dringend notwendigen Qualitätsverbesserungen, z.B. der Personalausstattung? Welche Antworten haben sie auf den steigenden Bedarf an pädagogischen Fachkräften? Wie geht es weiter mit den Elternbeiträgen in punkto Höhe und Transparenz? Welche politischen Maßnahmen planen die Parteien, um Familien besser zu entlasten? Wie können auch die Träger entlastet werden, die in einigen Kommunen um die Refinanzierung der Mindeststandards kämpfen müssen? Hier finden Sie unsere Fragen: 

FRÖBEL-Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Brandenburg 2019 (PDF; 48 KB)

Geantwortet haben uns die Regierungsparteien SPD und die LINKE, die Parteien CDU, die AfD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die derzeit im Landtag nicht vertretene FDP. Die Antworten der Parteien haben wir in Auszügen in einem Plakat zusammengefasst:

Plakat zum Download (DIN A2, PDF; 1,8 MB)

Wir veröffentlichen die Originaldokumente, die uns die Parteien zurückgeschickt haben, damit sich Eltern, pädagogische Fachkräfte und alle, die an der Zukunft der frühen Bildung in Brandenburg interessiert sind, ein eigenes Bild machen können. Die Antworten dürfen gern genutzt werden, um mit den Wahlkreiskandidatinnen und -kandidaten vor Ort in den Dialog zu gehen.

Kontakt

Beatrice Strübing
Pressesprecherin
Tel.: 030 21235-333
E-Mail: beatrice.struebing@froebel-gruppe.de