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20 Jahre Familienzentren in NRW: Sprache schafft Chancen
Beim Fachkongress in Dortmund konnte Fröbel vielfältige Erfahrungen aus der Praxis einbringen – von alltagsintegrierter Sprachbildung über Kita-Sozialarbeit bis zur Unterstützung von Familien in herausfordernden Lebenslagen.
Seit 20 Jahren sind Familienzentren in Nordrhein-Westfalen wichtige Anlaufstellen für Kinder und Familien. Beim großen FAZ-Jubiläumskongress in Dortmund standen mit Sprache, Teilhabe und Chancengerechtigkeit jetzt Themen im Mittelpunkt, die für uns als Kita-Träger von zentraler Bedeutung sind. Der Kongress wurde vom NRW-Familienministerium ausgerichtet und vom Institut für soziale Arbeit (ISA) Münster begleitet.
Fröbel-Praxis auf dem „Markt der Möglichkeiten“
Wie Familienzentren diese Themen im Alltag mit Leben füllen, zeigte ein Fröbel-Expertenteam auf dem „Markt der Möglichkeiten“. Bereits im Vorfeld hatten Leitungen aus Fröbel-Familienzentren, Kita-Sozialarbeiterinnen, Fachberatungen Sprache sowie Kolleginnen und Kollegen aus Koordination und dem Programm Sprachakrobaten Best-Practice-Beispiele zusammengetragen. Das Team um Ulrike Rubruck, Fachberaterin für Familienzentren und Kita-Sozialarbeit bei Fröbel in NRW und Christin Schröder, Referentin Familienbildung, bündelte die Materialien für den Kongress.
Am Fröbel-Stand kam unser Fröbel-Team auch mit NRW-Familienministerin Verena Schäffer ins Gespräch. Im Mittelpunkt stand dabei die enge Verzahnung von Familienzentren und Kita-Sozialarbeit. Gerade Familien in komplexen oder belastenden Lebenslagen profitieren von niedrigschwelliger Beratung, Begleitung und passgenauer Unterstützung. Wenn Familienzentrum, Kita-Sozialarbeit, Leitung und pädagogische Teams eng zusammenarbeiten, entsteht ein starkes Unterstützungsnetz für Kinder und ihre Familien, betonte Ulrike Rubruck. „Sprachbildung ist dabei ein wichtiger Schlüssel. Sie gehört in den Alltag der Kinder und muss gemeinsam mit den Familien gedacht werden. So stärken wir Teilhabe und schaffen gute Voraussetzungen für gelingende Bildungswege.“
Sprachförderung und Armutssensibilität zusammendenken
Bereits im digitalen Vorprogramm des Kongresses brachte Fröbel seine Expertise ein. Gemeinsam mit Anna Wagner von FABIDO Dortmund hatte Ulrike Rubruck auch das Online-Forum „Sprachförderung und armutssensible Perspektive in der Praxis“ gestaltet. Im Zentrum stand die Frage, wie individuelle und kindzentrierte Sprachförderung gelingen und zugleich die unterschiedlichen Lebenslagen von Familien berücksichtigt werden können. Die Praxisbeispiele machten deutlich: Chancengerechtigkeit entsteht dort, wo Familien niedrigschwellige Zugänge zu Unterstützung erhalten, Fachkräfte ihre Lebensrealitäten im Blick behalten und Sprachbildung selbstverständlich in den Alltag eingebettet wird.
Der Jubiläumskongress bot damit nicht nur Gelegenheit zum Rückblick auf 20 Jahre, sondern vor allem zum Blick nach vorn: Wie können starke Netzwerke rund um Kinder und Familien dazu beitragen, dass Herkunft und Lebenslage weniger darüber entscheiden, welche Bildungs- und Teilhabechancen ein Kind hat? Genau daran arbeiten die Fröbel-Familienzentren jeden Tag!