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Sprache macht startklar

In den ersten Lebensjahren von Kindern entwickelt sich ihre Sprache mit einer Geschwindigkeit, die später nicht mehr erreicht wird. Kinder in ihrer Sprachbildung zu unterstützen und zu fördern, ist daher eine unserer wichtigsten Aufgaben. Damit alle Kinder bei Fröbel startklar für das Leben und die Schule sind, investieren wir in eine kindgerechte und wissenschaftlich begleitete Sprachbildung.

So fördern wir die Sprachbildung aller Kinder!

  • Alltagshandlungen werden sprachlich begleitet.
  • Der Sprachstand jedes Kindes wird ab dem 3. Lebensjahr jährlich eingeschätzt.
  • Förderbedarfe werden frühzeitig erkannt und Kinder in ihren sprachlichen Kompetenzen individuell unterstützt und gefördert. Die Kinder erhalten individuelle Unterstützung zur Förderung ihrer sprachlichen Kompetenten.
  • Gezielter Einsatz zusätzlicher Ressourcen in Kitas mit hohem Sprachförderbedarf.
  • Wir schätzen die Familiensprachen mehrsprachiger Kinder in der Kita wert. 
  • Zusätzlich: Bilinguales Profil in ausgewählten Einrichtungen.

Sprachbildung: Professionell beobachten und gezielt fördern

Wir fördern Sprachkompetenzen bei Kindern von Anfang an, zum Beispiel, indem wir Handlungen und Aktivitäten sprachlich begleiten. Wir schauen gemeinsam Bilderbücher an, die die Kinder aus einer Vielzahl an Büchern auswählen können. Zusätzlich haben wir Bücher in den Familiensprachen der Kinder oder integrieren eine zusätzliche Sprache beim Spielen gleich mit in den Kita-Alltag.

Wir beobachten die Sprachentwicklung der Kinder und können dadurch ganz gezielt passende Sprachaktivitäten und Sprachspiele anbieten, die sich an den Interessen und Bedarfen der Kinder orientieren. Eine sehr beliebte und wirksame Methode ist, sich mit Kindern dialogisch Bilderbücher anzusehen.

Jährliche Beobachtung des sprachlichen Entwicklungsstands

Um die Sprachentwicklung der Kinder in Fröbel-Krippen und Kindergärten gut im Blick zu haben, wird für jedes Kind ab 2 Jahren bis zum Übergang in die Schule mindestens einmal im Jahr das Sprachstandsverfahren BaSiK (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen) genutzt. Die Bezugsfachkraft beobachtet das Kind dafür in alltäglichen Situationen und erhält Hinweise, welche Sprachbereiche altersangemessen sind oder wo Unterstützung notwendig ist.

BaSiK versetzt Kinder nicht in eine Prüfungssituation. Die Fachkräfte beobachten sprachliches Handeln nicht in einer künstlichen Testsituation, sondern dort, wo es für Kinder tatsächlich relevant ist: zum Beispiel beim Spielen, beim Essen, im Morgenkreis, beim Vorlesen oder beim Aushandeln von Konflikten. Die Beobachtung wird digital mithilfe von KITALINO erfasst und erfolgt mindestens einmal jährlich und systematisch ab dem dritten Lebensjahr. So entsteht ein kontinuierliches Bild der Sprachentwicklung individuell und im Zeitverlauf. 

Fröbel hat BaSiK inzwischen flächendeckend in allen Einrichtungen eingeführt und setzt damit bereits jetzt die im KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz (SCQEG) festgelegten Standards um.

Kinder gezielt fördern

Mit BaSiK können wir Sprachentwicklung individuell für jedes Kind dokumentieren und Verläufe systematisch sichtbar machen. Das hilft den Fachkräften, Förderbedarf frühzeitig zu erkennen und entsprechende unterstützende Maßnahmen individuell auf jedes Kind passend einzusetzen. 

Unsere Fachkräfte werden ab Herbst 2026 mit der eigens dafür entwickelten Fortbildung BaSiK-Transfer zusätzlich dafür qualifiziert.

Steuerung von zusätzlichen Ressourcen

Durch die systematische Erhebung der Daten verfügen wir als Träger erstmals über wirksames Steuerungswissen. Förderbedarfe verteilen sich regional sehr unterschiedlich: Während an manchen Standorten rund jedes zehnte Kind in einzelnen Sprachbereichen einen erhöhten Förderbedarf hat, ist es andernorts mehr als jedes vierte. Aus diesen Daten ergibt sich eine Landkarte von Bedarfen. Damit können wir zusätzliche Ressourcen wie Fachberatung, Fortbildung oder Personalmittel gezielt dorthin lenken, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Mehrsprachigkeit in der Kita

Immer mehr Kinder wachsen mehrsprachig auf und auch in Kitas ist sprachliche Vielfalt mittlerweile selbstverständlich. Daher machen unsere pädagogischen Fachkräfte auch Familiensprachen in den Kitas erlebbar, beispielsweise durch mehrsprachige Vorleseangebote auch durch die Einbindung von Ehrenamtlichen.

Sprachen sind Brücken, keine Barrieren, und regen oft Dialoge unter Kindern an. In vielen Teams gibt es große sprachliche Ressourcen, die sprachförderlich genutzt werden können. Zusätzlich nutzen wir Tools wie Übersetzungsapps und digitale Vorlesetools und natürlich vielfältige Materialien wie Bücher oder Bildkarten, um die Familiensprachen neben Deutsch in der Kita erlebbar zu machen. 

Denn: Sicher in der Familiensprache zu kommunizieren, ist für Kinder die beste Basis, um eine weitere Sprache darauf aufbauend zu erlernen. 

Vorlesen in allen Sprachen

Vorlesen wirkt! Das Vorlesen auf Deutsch und in der Familiensprache unterstützt Kinder wirksam beim Spracherwerb. Damit Familien auch zu Hause in ihrer Sprache vorlesen können, gibt es beliebte Vorlesetitel für Kinder von ca. zwei bis sieben Jahren in sieben weiteren Sprachen neben Deutsch: Arabisch, Farsi, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch und Ukrainisch. Die Bücher können in Fröbel-Kitas ausgeliehen oder direkt bei Dussmann – Das Kulturkaufhaus für zu Hause bestellt werden.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Bestellung gibt es auf der Website von Dussmann das KulturKaufhaus. 

Fokus: Bilinguale Bildung

Da jedes Kind grundsätzlich dazu fähig ist, neben der Erstsprache weitere Sprachen zu lernen, unterstützen wir in ausgewählten Einrichtungen mit einer Bilingualen Bildung gezielt den frühzeitigen Kontakt zu einer weiteren Sprache. Dabei begleitet eine deutsch- wie auch mehrsprachige Fachkraft die Kinder. 

Ob Singen, Basteln oder Sport – die Zweitsprache wird im Kita-Alltag bei all dem vermittelt, was Spaß macht. Die Kinder verstehen aus dem Kontext heraus. Dadurch, dass die Kinder ihren Alltag selbst gestalten, beeinflussen sie auch selbst, wie intensiv sie mit der zweiten Sprache in Berührung kommen. 

Mit all diese Angeboten stärken wir die Selbstwirksamkeit und Freude, eine Sprache zu lernen. Kinder bekommen schon frühzeitig ein Gefühl dafür, dass es andere Sprachen gibt und dass diese gleichwertig nebeneinanderstehen.

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