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Aufgetischt für starke Kitas
Große Protestaktion vor dem Brandenburger Landtag: Fröbel war mit rund 80 Kindern aus Potsdamer Kitas dabei.
Rund 80 Kinder aus Potsdamer Fröbel-Kitas haben heute vor dem Brandenburger Landtag mit gefüllten Lunchboxen gegen den Entwurf für das neue Kita-Finanzierungsgesetz protestiert. Unter dem Motto „Aufgetischt und abserviert“ ging es vor allem um die geplante Neuregelung des Essensgeldes und um die Frage, wie gute Kindertagesbetreuung künftig verlässlich finanziert werden kann.
Die große Protestaktion wurde vom KiTAKOLLAPS-Aktionsbündnis, der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Brandenburg und dem Aktionsbündnis Kita.Macht.Bildung! aufgerufen. Fröbel war Teil der Organisationsgruppe und beteiligte sich mit Kindern aus verschiedenen Potsdamer Einrichtungen. Begleitet wurden sie von Claudia Schiefelbein, Geschäftsleitung der Fröbel-Region Westbrandenburg.
„Das Land spart an der falschen Stelle: Die Kosten für das Kita-Mittagessen sollen sich verdrei- bis vervierfachen! Viele Familien werden das nicht stemmen können und ihre Kinder vom Mittagessen abmelden. Damit wären warme, gesunde Mahlzeiten werden für viele Kinder passé und Frischküchen in den Kitas nicht zu halten. Auch das Lernen und Erleben von gemeinsamer Tischkultur und Ernährungsbildung wird kaum noch möglich sein“, so Schiefelbein.
Nach dem Gesetzentwurf soll die bisherige Begrenzung des Essensgeldes entfallen. Damit könnte das Mittagessen für Familien teurer werden, ohne dass zugleich eine bessere Qualität der Verpflegung gewährleistet ist.
Vor Ort waren auch Gordon Hoffmann, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, sowie die Sprecherinnen für frühkindliche Bildung der SPD- und CDU-Fraktionen, Elske Hildebrandt und Kristy Augustin.