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Entscheidend ist, was bei den Kindern ankommt
Der Bundestag berät heute erstmals über das Kita-Startchancengesetz. Fröbel sieht darin große Chancen für eine bessere frühe Bildung – wenn die zusätzlichen Mittel auch wirklich den Kitas zugutekommen.
Jedes Kind bringt eigene Stärken, Interessen und Bedürfnisse mit. Manche Kinder brauchen mehr Unterstützung beim Sprechen, andere in ihrer motorischen oder sozialen Entwicklung. Ihnen allen wollen wir die bestmöglichen Chancen auf ihrem weiteren Bildungsweg eröffnen. Dafür müssen wir genau hinschauen, zuhören und erkennen, was jedes einzelne Kind braucht. Genau hier setzt das neue Kita-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz (SCQEG) an, das heute erstmals im Bundestag beraten wird.
Kinder verstehen, Entwicklung begleiten
Sprache, sozial-emotionale und motorische Entwicklung sowie mathematische Fähigkeiten bilden wichtige Grundlagen für das weitere Lernen. Der Gesetzentwurf sieht vor, spätestens im Alter von vier Jahren den Entwicklungsstand von Kindern in diesen Bereichen zu erheben und daraus passende Förderangebote abzuleiten. Das ist der richtige Ansatz: Kinder aufmerksam beobachten, ihre Entwicklung verstehen und sie im Kita-Alltag individuell begleiten. Und immer wieder prüfen, ob die Förderung tatsächlich hilft. „Das SCQEG ist nur dann erfolgreich, wenn es bei den Kindern ankommt, die Unterstützung brauchen – und zwar möglichst früh“, sagt Fröbel-Geschäftsführer Stefan Spieker. „Wir müssen wissen, wo ein Kind in seiner Entwicklung steht. Nur daraus können wir die richtige Förderung ableiten und anschließend auch überprüfen, ob diese Förderung wirkt. Wenn nötig, steuern wir nach. Genau darin liegt die Chance dieses Gesetzes.“
Mehr Unterstützung für unsere Kita-Teams
Gute Förderung braucht vor allem Menschen, die sie möglich machen. Unsere pädagogischen Fachkräfte leisten jeden Tag wertvolle Arbeit. Damit sie Kinder noch gezielter begleiten können, brauchen sie ausreichend Zeit, Fachwissen und gute Rahmenbedingungen. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass der Gesetzentwurf zusätzliche Fachkraftressourcen für zehn Prozent der Einrichtungen mit besonderen Unterstützungsbedarfen vorsieht. Gerade dort, wo Kinder mehr Begleitung benötigen, können zusätzliche Fachkräfte die Teams spürbar entlasten und stärken.
Das Geld muss in den Kitas ankommen!
Mit dem Gesetz stellt der Bund erhebliche finanzielle Mittel bereit. Nach unseren Berechnungen sollen die Länder bis zum Jahr 2034 sogar mehr Geld erhalten, als die neuen gesetzlichen Verpflichtungen sie kosten. Für uns stellt sich deshalb vor allem eine Frage: Kommt dieses Geld tatsächlich dort an, wo es gebraucht wird – bei den Kindern und den Menschen, die sie täglich begleiten? Die Bundesländer müssen dafür sorgen, dass das Geld gezielt in bessere Qualität, zusätzliche Fachkräfte und gute Rahmenbedingungen fließt. Und sie müssen verbindliche einheitliche Qualitätsstandards festlegen.
Wie geht es weiter mit dem Gesetz?
Mit unserem Fachwissen und den praktischen Erfahrungen aus über 250 Einrichtungen haben wir uns bereits lautstark in die Diskussion um das Gesetz eingebracht. Die vollständige Stellungnahme von Fröbel zum SCQEG findet sich hier. Nach der ersten Lesung wird der Gesetzentwurf in den zuständigen Ausschüssen des Bundestages weiter beraten. Wir werden diesen politischen Prozess aufmerksam begleiten und insbesondere darauf achten, wie die Länder die vorgesehenen Mittel einsetzen und die Qualitätsziele umsetzen.
Denn am Ende zählt für uns nicht, was auf dem Papier steht, sondern was sich für die Kinder und unsere Kita-Teams wirklich verbessert.