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Es sollte noch viel mehr solcher tollen Geschichten-Orte geben
Autorin Katharina Mauder ist Mitglied des Hamburger Netzwerks für Kinder- und Jugendliteratur „Die Elbautor*innen“ und hat im April die Fröbel-Buchwerkstatt besucht. Nach der Lesung über das Thema „Wut“ wurden gemeinsam Wutbälle aus Luftballons und Mehl gebastelt und verziert.
Warum schreiben Sie Kinderbücher?
In meinem Kopf herrscht ständig ein solches Feuerwerk an Ideen, dass ich wohl nie hinterherkommen werde mit dem Aufschreiben. Aber wenn ich nicht wenigstens einige dieser Ideen verfolgen würde, wäre das doch ziemlich undankbar von mir, oder?! Außerdem macht genau dieses Auskundschaften, Ausprobieren und Ausarbeiten der Ideen ja auch einen Riesenspaß! Und dass manches davon doch auch harte Arbeit ist, wird versüßt durch die Hoffnung, mit meinen Geschichten etwas Gutes beizutragen, also z.B. Empathie, Kreativität und Leselust zu fördern. Und ein bisschen zu diesem wunderbar innigen Moment des Vorlesens beizusteuern, der für jede Kindheit so wichtig ist und den ich selbst ehrlicherweise viel zu selten genießen durfte. Insofern schreibe ich für die heutigen Kinder genauso wie für mein eigenes inneres Kind und für all die inneren Kinder der vorlesenden Eltern.
Woher kommen die Geschichten und die Gestaltungsideen?
Ich glaube, die Geschichten warten überall auf uns. Und wer sich für sie öffnet, der wird ständig von ihnen angesprungen. Das Herausfordernde ist also weniger das Finden der Geschichten, als das Auswählen, In-Form-Bringen und Kombinieren.
Was lesen Sie selbst am liebsten?
Ich liebe Bilderbücher und verstehe gar nicht, weshalb irgendjemand denken könnte, dass diese großartigen Bücher sich nur oder vor allem an (kleine) Kinder richten. Auch sonst lese ich viele Kinderbücher (mit und ohne meine Kinder), weil ich es so spannend finde, was Kolleg*innen erschaffen. Und weil ich leider ziemlich langsam lese, bleibt dann nur noch wenig Raum für Erwachsenenliteratur. Aber da liebe ich zum Beispiel die zeitgenössischen Romane des schwedischen Autors Fredrik Backman.
Werden Bücher aus Papier irgendwann aussterben?
Im Moment liegt da ja leider die Frage nahe, was generell mit der Menschheit und dem Planeten passieren wird. Aber ich glaube (und hoffe), das Buch aus Papier bleibt uns zumindest für eine lange Zeit noch erhalten. Speziell während der Kindheit (und eigentlich nicht nur dann) ist der haptische Charakter des Buches so wichtig. Ich glaube nicht, dass das ersetzbar ist.
Wie gefällt Ihnen die Idee der Fröbel-Buchwerkstatt?
Was für ein wunderbarer Ort! Herzlich, gemütlich, einladend, inspirierend. Es sollte noch viel mehr solcher tollen Geschichten-Orte geben, und es sollten noch viel mehr Kinder und Eltern davon erfahren!
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