Pressemitteilung 17. Juni 2026

Ganzheitlich denken und fokussiert handeln

Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Entwicklung sind im pädagogischen Alltag fest verankert und ermöglichen eine gezielte Förderung für jedes Kind. Eine neue Expertise der pädquis Stiftung im Auftrag der Stiftung Kinder forschen gibt nun wichtige Hinweise darauf, welche Verfahren sich für die Praxis besonders eignen. Fröbel begrüßt diese Veröffentlichung ausdrücklich – und geht zugleich bewusst einen eigenen, fokussierten Weg.

Bildquelle: Fröbel e.V. / Franziska Werner

Berlin, 17. Juni 2026. Mit dem aktuellen Koalitionsvertrag hat die schwarz-rote Bundesregierung eine neue Richtung in der Bildungspolitik eingeschlagen. Mit dem Ziel, Sprach- und Entwicklungsstanderhebungen verpflichtend einzuführen, stellt sie eine wichtige Weiche hin zur datengestützten Qualitätsentwicklung in der frühkindlichen Bildung. Die von der Stiftung Kinder Forschen veröffentlichte neue Expertise „Früh erkennen, gezielt fördern“ leistet hierzu einen wertvollen Beitrag. Sie schafft Orientierung in einem unübersichtlichen Feld und unterstützt Trägern wie Fachkräften bei der Auswahl qualitätsgeprüfter Instrumente. Fröbel dankt der Stiftung Kinder forschen für ihr Engagement und der pädquis Stiftung für ihre fundierte wissenschaftliche Arbeit – beide sind langjährige, geschätzte Partner.

Ganzheitlich arbeiten – fokussiert steuern

„Wir begrüßen jede seriöse Initiative, die mehr Verlässlichkeit und Wissenschaftlichkeit in die Entwicklungsbeobachtung bringt“, sagt Fröbel-Geschäftsführer Stefan Spieker. „Die neue Expertise betrachtet bewusst ganzheitliche Verfahren, die mehrere Entwicklungsbereiche zugleich abbilden. Das ist ein wichtiger und legitimer Ansatz. Diesen Anlass nutzen wir zugleich, unseren eigenen, bewusst anderen Weg klar zu benennen.“

Fröbel hat frühzeitig die Frage gestellt, ob Träger ganzheitlich oder fokussiert handeln sollen. Die Antwort lautet: beides, aber auf unterschiedlichen Ebenen. „Unsere Fachkräfte arbeiten ganzheitlich. Das ist und bleibt das Fundament guter Pädagogik“, betont Spieker. „Als Träger müssen wir aber entscheiden, wo wir unsere knappen Ressourcen so einsetzen, dass sie die größte Wirkung entfalten. Und diese Wirkung entscheidet sich vor allem bei der Sprache.“

Nur mit guten Sprachkompetenzen haben alle Kinder wirklich eine Chance, ihr Leben aus eigener Kraft selbstbestimmt zu gestalten und beim Übergang in die Grundschule teilhaben zu können. Deshalb hat sich Fröbel bei der systematischen Beobachtung bewusst für die Fokussierung auf den Bereich Sprache entschieden. Mit einem flächendeckenden Digitalisierungsprozess ermöglicht Fröbel eine echte datengestützte Sprachbildung für alle Kinder. Damit folgt Fröbel ausdrücklich dem im Koalitionsvertrag skizzierten Weg der Sprachdiagnostik.

Sprachstandserhebungen sind eine bewährte Grundlage für wirkungsvolle Sprachbildung

Die neue Expertise schließt reine Sprachstandsverfahren bewusst aus ihrer Betrachtung aus. Der Grund liegt auf der Hand, denn für den Bereich Sprache liegen bereits umfangreiche Expertisen vor. Auf eine verweist die aktuelle Publikation selbst. Fröbel stützt seine Entscheidung ausdrücklich auf das Gutachten „Sprachstandsfeststellung, Sprachförderung und sprachliche Bildung“, das die pädquis Stiftung bereits im Jahr 2021 im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg vorgelegt hat. 

Auf dieser Grundlage hat sich Fröbel für das am höchsten bewertete Verfahren der alltagsintegrierten Sprachbeobachtung – BaSiK – entschieden. Mit seiner Verbindung aus wissenschaftlicher Validität mit praktischer Umsetzbarkeit ist es besonders praxistauglich.

„Beide Expertisen der pädquis Stiftung ergänzen sich hervorragend“, so Spieker abschließend. „Die eine schafft Orientierung für die ganzheitliche Entwicklungsbeobachtung, die andere für die fokussierte Sprachbildung. Wir bei Fröbel haben uns mit voller Überzeugung für die Fokussierung auf Sprache entschieden: wissenschaftlich begründet und mit großem Erfolg in der Praxis.“