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Kinderschutz gemeinsam weiterdenken
Austausch auf Augenhöhe: Die neue Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte des Landes Nordrhein-Westfalen Petra Ladenburger war bei uns zu Gast.
Wie gelingt wirksamer Kinderschutz in Zeiten von Fachkräftemangel, steigenden Belastungen von Familien und komplexen Unterstützungsbedarfen? Über diese und weitere Fragen sprachen wir jetzt mit der Beauftragten für Kinderschutz und Kinderrechte des Landes Nordrhein-Westfalen Petra Ladenburger in der Fröbel-Geschäftsstelle in Köln. Begrüßt wurde sie von Katrin Hentze, der Leiterin unserer Abteilung Kinderschutz, sowie Oliver Just als Bereichsleiter West. Dreh- und Angelpunkt des Besuchs war der fachliche Austausch mit unserer Kinderschutz-AG darüber, wie Kinderschutz in der Praxis wirksam umgesetzt werden kann.
Kinderrechte und Kinderschutz im pädagogischen Alltag
Zu Beginn erhielt Petra Ladenburger Einblicke in die Kinderschutzarbeit bei Fröbel. Vorgestellt wurden unter anderem unsere etablierten Strukturen und Verfahren, die Zusammenarbeit mit Jugendämtern oder Hilfen zur Erziehung sowie die Anforderungen an unsere Schutzkonzepte. Deutlich wurde: Kinderschutz beginnt nicht erst im Krisenfall! Beteiligung, Beschwerdemöglichkeiten und die konsequente Orientierung an Kinderrechten sind zentrale Bausteine eines wirksamen Schutzsystems.
Im anschließenden Austausch mit unserer Kinderschutz-AG wurden aktuelle Herausforderungen benannt und offen diskutiert. Die Teilnehmenden sprachen über die Auswirkungen von Armut und sozialer Ungleichheit auf das Aufwachsen von Kindern, die Bedeutung früher Hilfen, die Frage, wie Fachkräfte bei komplexen Kinderschutzfällen besser unterstützt werden können, und vieles mehr.
Einig waren sich alle, dass wirksamer Kinderschutz nur gelingen kann, wenn alle Akteure – Kitas, Schulen, Jugendhilfe, Gesundheitswesen und Politik – eng zusammenarbeiten. Auch Fragen der Aus- und Weiterbildung, der Diagnostik sowie der Zuständigkeiten innerhalb des Hilfesystems wurden thematisiert.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
„Kinderschutz ist eine gemeinsame Aufgabe“, betonte Petra Ladenburger. „Deshalb ist es wichtig, dass sich alle Beteiligten regelmäßig austauschen, um dieses Thema wirksam weiterzuentwickeln. Für eine optimale Betreuungsqualität braucht es eine gute finanzielle und personelle Ausstattung. Davon profitieren nicht nur Kinder und Familien, sondern auch Fach- und Arbeitskräfte. Klar ist: Kinderschutz und Kinderrechte sind nicht verhandelbar. Deswegen werde ich mich dafür einsetzen, dass diese Anliegen in der Politik noch stärker berücksichtigt werden.“
Für Fröbel war das Treffen auch eine gute Gelegenheit, die eigene Expertise in die fachpolitische Diskussion einzubringen: „Gerade im Kinderschutz erleben wir täglich, wie wichtig verlässliche Strukturen, klare Zuständigkeiten und ausreichend Zeit für die Arbeit mit Kindern und Familien sind“, so Katrin Hentze. Unsere Fachkräfte stehen oft vor komplexen Situationen. Umso wichtiger ist es, dass ihre Erfahrungen gehört werden und in politische Entscheidungen einfließen.“
Fazit: Der Dialog soll fortgesetzt werden! Denn wirksamer Kinderschutz lebt von starken Netzwerken, gegenseitigem Verständnis und dem gemeinsamen Ziel, die Rechte und den Schutz von Kindern nachhaltig zu stärken. Der Besuch von Petra Ladenburger war dafür ein wichtiger Schritt.