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13. Oktober 2026

Markt der Möglichkeiten: Kinder verstehen und achtsam begleiten

Wie können wir Kinder besser verstehen, wenn ihr Verhalten herausfordernd ist? Diese Frage stand unter anderem im Mittelpunkt des zweiten Markts der Möglichkeiten in der Fröbel-Geschäftsstelle in Köln.

Foto: Fröbel

Am 12. Oktober kamen in der Fröbel-Geschäftsstelle pädagogische Fachkräfte und Einrichtungsleitungen sowie Mitarbeitende der Kita-Sozialarbeit zum zweiten Markt der Möglichkeiten zusammen. Unter dem Motto „Wenn Verhalten herausfordert – Kinder achtsam begleiten und verstehen“ tauschten sie sich über pädagogische Ansätze aus und informierten sich über Unterstützungsangebote für Kinder und Familien.

Insgesamt nahmen etwa 200 Personen inklusive 40 Studierender der Fröbel Akademie teil. Auch externe Partner aus der Familienbildung und Frühförderung beteiligten sich an der Veranstaltung. An verschiedenen Ständen und in Fachbeiträgen gaben insgesamt 24 Ausstellende und Impulsgebende Einblicke in ihre Arbeit.

Vielfältige Einblicke in die pädagogische Praxis

Im Mittelpunkt standen Fragen, mit denen sich pädagogische Fachkräfte im Kita-Alltag beschäftigen. So zum Beispiel, wie sie Kinder in ihrer emotionalen Entwicklung stärken und deren Bedürfnisse besser erkennen können. Auch die Bedeutung der Kommunikation wurde aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Wie sich diese Fragen in der pädagogischen Arbeit aufgreifen lassen, zeigten Fröbel-Kindergärten und Familienzentren aus verschiedenen Regionen anhand konkreter Praxisbeispiele. So stellte die Fröbel-Einrichtung Villa Charlier Möglichkeiten der Unterstützten Kommunikation vor, während das Angebot „Kinderperspektive“ aus der Region Erft den Blick auf die Wahrnehmungen und Bedürfnisse der Kinder richtete. Auch die Marte-Meo-Methode wurde vorgestellt, bei der alltägliche Interaktionen zwischen Kindern und pädagogischen Fachkräften im Mittelpunkt stehen.

Weitere Beiträge beschäftigten sich mit der emotionalen Entwicklung von Kindern. Dazu gehörten die Angebote „Mut tut gut“ aus der Fröbel-Einrichtung Die Spürnasen und „Starke Kinder“ aus der Einrichtung Spurensucher. Ergänzend stellten externe Partner wie FABIDO mit der „Starkmacherstraße“ und „Superhelden – Stark auch ohne Muckis“ ihre Ansätze zur Stärkung von Kindern vor.

Auch ADHS und Autismus wurden aus fachlicher Perspektive betrachtet. Hierzu brachten unter anderem Lea Teresa Kohl vom AKiP und der Uniklinik Köln sowie Dr. Laura Wähnke ihre Expertise ein. Weitere Impulse widmeten sich der Bedeutung von Bewegung und Entspannung, beispielsweise durch Yoga und Psychomotorik.

Die unterschiedlichen Praxisbeispiele zeigten, wie Fachkräfte Kinder entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse begleiten können. Dabei wurde insbesondere deutlich, wie wichtig es ist, die Perspektiven der Kinder einzubeziehen und ihr Verhalten im jeweiligen Zusammenhang zu betrachten.

Im Anschluss an die Fachbeiträge nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen. Dabei tauschten sie sich über unterschiedliche Herangehensweisen aus und diskutierten, wie sich die vorgestellten Ansätze im Kita-Alltag umsetzen lassen.

Gemeinsam Kinder und Familien unterstützen

Neben den Fachbeiträgen bot die Veranstaltung Raum für den persönlichen Austausch. Die Teilnehmenden informierten sich über Angebote anderer Einrichtungen und Beratungsstellen. So stellten unter anderem der Elternhafen und das Familienwerk ihre Arbeit vor. Auch das Mobile Team des Zentrums für Frühförderung war vertreten und gab Einblicke in seine Unterstützungsangebote.

Im Gespräch ging es zudem darum, wie Einrichtungen und externe Fachstellen bei der Begleitung von Kindern und Familien zusammenarbeiten können. Gerade im Umgang mit herausforderndem Verhalten kann der Austausch zwischen verschiedenen Berufsgruppen dazu beitragen, Situationen besser einzuordnen und geeignete Unterstützungsmöglichkeiten zu finden. Die Veranstaltung bot deshalb auch Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Kooperationen anzustoßen.

Wir danken allen Ausstellenden und Impulsgebenden sowie den Teilnehmenden für den fachlichen Austausch. Besonderer Dank gilt Oliver Just und Rebecca Hinkelmann sowie Sandra Gaßen und Heiko Mezger für ihre Unterstützung bei der Veranstaltung.