01. Oktober 2026

Münchener Bürgermeisterin besucht Fröbel-Haus für Kinder Eisnergutbogen

Bürgermeisterin Verena Dietl informierte sich im Fröbel-Haus für Kinder Eisnergutbogen über Sprachbildung und erlebte beim Erzählkreis, wie Kinder zu Wort kommen.

Einrichtungsleitung Romy Grützner, Bürgermeisterin Verena Dietel und Eleni Efstratiou, Fröbel-Geschäftsführerin der Region Bayern (von links)

Die Perspektiven der Kinder standen beim Besuch von Verena Dietl, Dritte Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, im Mittelpunkt. Bei einem Rundgang durch die Einrichtung erhielt die SPD-Politikerin zunächst Einblicke in den pädagogischen Alltag. Anschließend nahm sie am wöchentlichen Erzählkreis teil und kam dort direkt mit den Kindern ins Gespräch.

Die Kinder erzählten, was sie aktuell beschäftigt. Passend zur Jahreszeit berichteten sie von ihren Besuchen auf dem Oktoberfest mit ihren Familien und teilten ihre Erlebnisse mit der Gruppe. Dabei wurde deutlich, wie Sprache, Beteiligung und gemeinsamer Austausch im Kita-Alltag miteinander verbunden sind. So gibt der Erzählkreis den Kindern die Möglichkeit, eigene Gedanken und Erfahrungen einzubringen. Gleichzeitig erleben sie, dass ihnen zugehört wird und ihre Perspektiven zählen.

Sprachbildung beginnt im Alltag

Ein anschließendes Gespräch über Sprachbildung und Sprachförderung knüpfte an diese Eindrücke an. Ziel der Fröbel-Einrichtungen ist es, Kindern vielfältige Zugänge zu Sprache, Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe zu eröffnen und sie damit auf ihrem weiteren Bildungsweg zu stärken.

Damit die pädagogischen Fachkräfte die sprachliche Entwicklung der Kinder gezielt begleiten können, beobachten und dokumentieren sie diese regelmäßig ab dem dritten Lebensjahr mit dem Verfahren BaSiK. Dadurch erhalten sie wichtige Hinweise darauf, wie sich die Sprache eines Kindes entwickelt und an welchen Stellen weitere Unterstützung sinnvoll ist.

Auf dieser Grundlage wird Sprachbildung in den gesamten Kita-Alltag eingebunden. Sie findet beispielsweise in Gesprächen oder beim dialogischen Lesen statt. Zudem unterstützt Fröbel die Fachkräfte mit dem eigens entwickelten Fortbildungskonzept BaSiK-Transfer und stärkt damit ihre Kompetenzen in der Sprachbildung.

Mehrsprachigkeit als Teil der Sprachbildung

Auch ein wertschätzender Umgang mit Mehrsprachigkeit gehört bei Fröbel zur Sprachbildung. So gehören im Fröbel-Haus für Kinder Eisnergutbogen und in vielen weiteren Fröbel-Einrichtungen neben Deutsch unterschiedliche Familiensprachen zum Alltag. Diese sprachliche Vielfalt wird als Ressource verstanden.

Deshalb werden Familien darin bestärkt, auch die Familiensprache ihrer Kinder zu fördern, zum Beispiel durch regelmäßiges Vorlesen. Hier setzt das Fröbel-Projekt „Vorlesen in allen Sprachen“ an. Neben deutschsprachigen Büchern stehen Bücher in neun weiteren Sprachen zur Verfügung, die Familien in den Einrichtungen ausleihen können.

Sprache eröffnet Möglichkeiten

Insgesamt greifen Beobachtung, fachliche Begleitung und konkrete Angebote im Alltag ineinander. Sprachbildung ist bei Fröbel kein einzelnes Projekt, sondern fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Sie unterstützt Kinder dabei, sich auszudrücken, sich einzubringen und an Bildung und Gemeinschaft teilzuhaben.

Das Fröbel-Haus für Kinder Eisnergutbogen bedankt sich bei Verena Dietl für den Besuch und den offenen Austausch. Ein besonderer Dank gilt zudem Einrichtungsleiterin Romy Grützner, die durch das Haus führte und Einblicke in die pädagogische Arbeit gab.