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Nach KiBiz und ABC-Klassen: Die Debatte in NRW geht weiter
Der fachpolitische Austausch über eine gute frühkindliche Bildung in NRW setzt sich engagiert fort – Fröbel ist und bleibt mit dabei.
Rund 80 Fachleute aus Kita-Praxis, Wissenschaft, Politik und Verwaltung kamen jetzt auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Nordrhein-Westfalen zu einem digitalen Austausch zusammen, um zentrale Fragen von Chancengerechtigkeit in der frühkindlichen Bildung zu diskutieren: Wie können Kitas dazu beitragen, Bildungschancen von Anfang an gerechter zu gestalten? Und wie können Erkenntnisse über Förderbedarfe stärker für Qualitätsentwicklung und Ressourceneinsatz genutzt werden?
Darüber diskutierte Fröbel-Geschäftsführer Stefan Spieker mit Prof. Dr. Nina Hogrebe von der TU Dortmund, Pauline Krogull vom AWO Bezirksverband Mittelrhein und Philipp Fröhlich, Schulleiter der Oesterholz-Grundschule am Borsigplatz in Dortmund. Der Titel des Austausches war Thema und Appell zugleich: „Frühkindliche Bildung im Fokus – Qualität, Teilhabe und Chancengerechtigkeit von Anfang an!“ Er wurde von Manfred Walhorn, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kinderschutzbundes in NRW und langjährigem Abteilungsleiter im NRW-Familienministerium.
Alle Beiträge zielten darauf ab, wie Kitas helfen können, Benachteiligungen von Kindern zu überwinden und einen guten Übergang von der Kita in die Grundschule mitzugestalten. „Gute Kita-Qualität entsteht nicht zufällig“, betonte Stefan Spieker. Sie lasse sich beobachten, überprüfen und im Rahmen eines nachhaltigen Qualitätsmanagements gezielt weiterentwickeln. Entscheidend sei, das vorhandene Wissen über Qualität und Förderbedarf sowohl für die pädagogische Praxis als auch eine bedarfsgerechte Steuerung durch die Träger zu nutzen.
Qualität sichtbar machen – mit Daten sprechen
Wie das konkret gelingt, zeigte Stefan Spieker am Beispiel unserer Qualitätsentwicklung sowie insbesondere unserer Initiative zur Erhebung und Auswertung von Sprachdaten: Alle Kinder in den Fröbel-Kitas werden ab dem zweiten Geburtstag jährlich mit dem wissenschaftlich fundierten Verfahren BaSiK in ihrer Sprachentwicklung beobachtet. Der dabei gewonnenen Daten werden nicht nur für die individuelle Förderung genutzt, sondern auch trägerweit ausgewertet: Wo zeigen sich besondere Förderbedarfe? Welche Unterstützung brauchen Einrichtungen? Welche Maßnahmen wirken? Genau auf diese Fragen können wir als Träger zunehmend fundiert und politisch relevant antworten.
Weiterhin lautstark in die Politik einbringen
Den politischen Kommentar zum Ende der Veranstaltung übernahm Dr. Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion NRW. Auch er machte deutlich: „Mit den jüngsten Beschlüssen zu Kiebitz und ABC-Klassen ist die Debatte in NRW nicht beendet!“ Er ermunterte die Kita-Praxis ausdrücklich, ihre Erfahrungen und Bedarfe weiterhin lautstark in die Politik einzubringen. Wir bei Fröbel werden das tun – und bedanken uns bei allen Beteiligten dieser Runde für einen interessanten und gewinnbringenden Austausch.