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Niedersachsen setzt gemeinsam auf starke Sprachbildung
Beziehung, Bewegung, Beobachtung – und ganz viel Austausch: Beim ersten Fachtag der Fröbel-Region Niedersachsen Mitte/Ost kamen über hundert Leitungskräfte in Hannover zusammen.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine gute alltagsintegrierte Sprachbildung gelingt – und wie BaSiK dabei helfen kann, jedes einzelne Kind noch gezielter zu unterstützen.
„Das ist heute unser Tag“, begrüßte Norbert Herschel, Geschäftsleiter der Region, die Teilnehmenden in der DiaCampus-Begegnungsstätte Hannover. Und tatsächlich war der Fachtag ganz bewusst als gemeinsamer Tag für Begegnung, fachliche Impulse und Vernetzung angelegt. Stimmungsvoll eröffnet wurde die Veranstaltung mit dem neuen Fröbel-Song und Jahresmotto „Ohren auf!“. Zuhören, wahrnehmen, miteinander ins Gespräch kommen – damit war zugleich der passende Ton für einen Fachtag gesetzt, bei dem sich alles um Beziehung und Sprache drehte.
Bereichsleiterin Vera Buttermann stellte die vor Ort vertretenen Kita-Teams einmal persönlich vor und rückte dabei in den Mittelpunkt, was die Arbeit in den Kitas täglich prägt: „Sie alle sind jeden Tag in Beziehung – mit den Kindern und ihren Familien.“ Als gebürtiger Niedersachse freute sich Fröbel-Geschäftsführer Stefan Spieker besonders über das Zusammenwachsen dieser Region.
Zugleich richtete er den Blick auf eine zentrale bildungspolitische Frage: Wie gelingt es, allen Kindern, unabhängig von ihren Voraussetzungen, gute Chancen auf Teilhabe und einen erfolgreichen Übergang in die Schule zu eröffnen? Genau hier liege durch die gemeinsame Nutzung von BaSiK eine ganz besondere Chance: „Die zusammengeführten Daten helfen uns zu erkennen, wo Kinder besondere Unterstützung brauchen und wo Kitas zusätzliche Ressourcen benötigen.“
Damit verbindet die Fröbel-Sprachdateninitiative pädagogische Praxis und strategische Steuerung – und liefert zugleich wichtige Erkenntnisse für die politische Debatte darüber, wie Förderung bedarfsgerechter gestaltet werden kann.
Sprache wächst aus Beziehung
Wie eng Beziehung und Sprachentwicklung miteinander verbunden sind, zeigte Prof. Dr. Renate Zimmer, Erziehungswissenschaftlerin und Entwicklerin von BaSiK, in ihrem ebenso anschaulichen wie praxisnahen Fachimpuls. Kinder erwerben Sprache nicht losgelöst vom Alltag, sondern indem sie spielen, handeln, sich bewegen und mit anderen in Beziehung treten. Entscheidend seien aufmerksame Kommunikationspartnerinnen und -partner und Situationen, die für Kinder bedeutsam sind und sie zum Sprechen anregen.
Damit schlug Renate Zimmer zugleich die Brücke zu BaSiK: Sprachentwicklung sollte nicht punktuell in künstlichen Testsituationen, sondern kontinuierlich im Alltag betrachtet werden. Beobachtung, Dokumentation und Förderung greifen dabei ineinander. BaSiK hilft, individuelle Entwicklungsschritte zu erkennen und daraus konkrete, alltagsintegrierte Bildungsangebote abzuleiten.
BaSiK ist für die pädagogische Praxis da
Genau hier setzte Annegret Kieschnick, Referentin für Pädagogik und Qualitätsentwicklung bei Fröbel, an: „BaSiK ist für Sie da – um noch einmal ganz genau hinzuschauen“, wandte sie sich im Interview mit Norbert Herschel direkt an die pädagogischen Fachkräfte. "Das Verfahren soll Ihren pädagogischen Blick schärfen und Sie dabei unterstützen, Sprachförderung gezielter in den Alltag einzubetten.“ Und dabei werden die Teams bei Fröbel nicht allein gelassen! Zwölf geschulte BaSiK-Transfer-Teilnehmerinnen begleiten die Einführung und Umsetzung in den Kitas der Region engmaschig. Sie unterstützen dabei, das Verfahren sicher in den pädagogischen Alltag zu integrieren, Erfahrungen auszutauschen und BaSiK Schritt für Schritt in der Praxis zu verankern.
Wie die Umsetzung in den Kitas gelingt und welches Potenzial darin für Kinder, Fachkräfte und Kitas steckt, zeigt auch unser neuer Fröbel-Film, der hier abrufbar ist.
Sechs Workshops, viele Ideen zum Mitnehmen
Wie Sprachbildung und -förderung mit BaSiK konkret aussehen kann, erprobten die Teilnehmenden anschließend in sechs verschiedenen fachlichen Workshops, die Silke Wolf als Fachberaterin der Region organisiert hatte – von dialogischem Lesen, Sprache und Bewegung und spielerischer Sprachförderung über Mehrsprachigkeit und kindliche Stimmbildung bis hin zur kindgerechten Gestaltung von Speiseplänen.
Die Workshops waren bewusst auf konkrete Impulse für den Kita-Alltag angelegt, und die gemeinsamen Take-Home-Messages reichten vom einfachen Prinzip „Kinder mehr sprechen lassen als Erwachsene“ über kurze, regelmäßige Sprechanlässe bis zur bewussten Nutzung alltäglicher „Sprachinseln“ beim Anziehen, Essen oder Rausgehen.
Und weil ein guter Fachtag vor allem auch von Speis und Trank und Begegnung lebt, blieb auch dafür genug Zeit – inmitten einer eindrucksvollen Begegnungsstätte aus historischem Charme, moderner Funktionalität und Natur. Stellvertretend für alle, die daran mitgewirkt hatten, dankte Norbert Herschel vor allem seiner Kollegin Suzanne Frankenfeld herzlich für die perfekte Organisation – und brachte das Gefühl des Tages abschließend noch einmal gut auf den Punkt: „Niedersachsen wird zu einer echten Region – wir wachsen zusammen! Und mit BaSiK geht es jetzt gemeinsam los.“