Kooperationen 05. Mai 2026 · MWe

Ohne Angst ins Wasser

In Hamburg starten wir mit Bäderland eine Kooperation zur Wassergewöhnung in der Kita. Kinder sollen spielerisch Vertrauen zum Wasser aufbauen – als wichtige Grundlage für spätere Schwimmkurse.

Immer mehr Grundschulkinder können nicht sicher schwimmen. Gleichzeitig sind Schwimmkurse vielerorts stark nachgefragt und schnell ausgebucht. In Hamburg gehen wir jetzt einen neuen Weg: Gemeinsam mit dem städtischen Schwimmbadbetreiber Bäderland baut Fröbel eine Kooperation auf, die nicht erst im Schwimmbad, sondern schon in der Kita ansetzt. Ziel ist es, Kinder frühzeitig und niedrigschwellig an Wasser zu gewöhnen – im Kita-Alltag, gemeinsam mit Fachkräften und in enger Zusammenarbeit mit den Familien.

Im Fröbel-Kindergarten Fischbeker Höfe wird das neue Konzept bereits erprobt. Dort findet Wassergewöhnung ganzjährig statt: in den kälteren Monaten in den Baderäumen der Einrichtung, im Sommer draußen im Außenbereich. Die Kinder tauchen Hände und Füße ins Wasser, planschen, lassen Wasser über Arme und Beine laufen oder üben mit Sprühflaschen, Bechern und kleinen Wasserstationen. Sie probieren aus, das Gesicht ins Wasser zu tauchen, zu blubbern oder einfache Schwimmbewegungen auf einer Matte auszuführen.

„Viele Kinder brauchen vor dem eigentlichen Schwimmenlernen erst einmal positive Erfahrungen mit Wasser“, sagt Claudia Schönfeldt, Leiterin des Fröbel-Kindergartens Fischbeker Höfe. „In der Kita können wir dafür einen geschützten Rahmen schaffen: Die Kinder erleben Wasser spielerisch, ohne Druck und gemeinsam mit vertrauten Menschen. Das stärkt ihr Selbstvertrauen – und macht ihnen vor allem Spaß.“

Die Kooperation umfasst Schulungen für pädagogische Fachkräfte zur Wassergewöhnung im Kita-Alltag, die Einbindung von Eltern sowie Schwimmkurse für Vorschulkinder bei Bäderland. Besonders wichtig ist dabei, Familien zu erreichen, die selbst wenig Schwimmerfahrung haben oder unsicher sind, wie sie ihre Kinder unterstützen können.

„Wassergewöhnung fängt nicht erst im Schwimmbecken an“, sagt Bernd Kröger-Preuß von Bäderland. „Schon sich Wasser ins Gesicht zu spritzen, das Gesicht einzutauchen, zu blubbern oder einmal die Ohren ins Wasser zu halten, sind wichtige erste Schritte. All das lässt sich mit wenig Aufwand zuhause machen – oder eben in der Kita. Genau hier setzt unsere gemeinsame Arbeit mit Fröbel an.“

Für uns ist die Kooperation ein Baustein, um Kindern frühzeitig mehr Sicherheit im Umgang mit Wasser zu vermitteln. Denn wer ohne Angst ins Wasser geht, hat bessere Voraussetzungen, später schwimmen zu lernen – und sich sicherer im Wasser zu bewegen.