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Von Hitzeschutz bis KI: Wie Fröbel aktuelle Herausforderungen angeht
Bei der Geschäftsleitungskonferenz im September standen drei Zukunftsthemen im Fokus: Hitzeschutz in den Einrichtungen, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der pädagogischen Arbeit und die Weiterentwicklung der Sprachbildung mit BaSiK.
Hitzeschutz: Vom akuten Problem zum systematischen Vorgehen
Hohe Temperaturen sind für Kindertageseinrichtungen längst kein reines Zukunftsthema. Schon heute kommt es in einzelnen Gebäuden und Räumen zu hohen Hitzebelastungen. Das kann den Alltag von Kindern und Mitarbeitenden ebenso beeinträchtigen wie die Arbeitsabläufe in den Einrichtungen. Gleichzeitig unterscheiden sich die Voraussetzungen vor Ort deutlich – etwa hinsichtlich Gebäude, Sonnenschutz, Lüftungsmöglichkeiten und Außengelände.
Fröbel arbeitet deshalb an einem einheitlichen Standard für sommerlichen Hitzeschutz und Gebäudekühlung. Ziel ist es, den Handlungsbedarf systematisch zu erfassen und Investitionen gezielt dort einzusetzen, wo sie besonders notwendig und wirksam sind.
Ein wichtiger Baustein ist das Projekt AInergy. Perspektivisch sollen Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den Einrichtungen kontinuierlich erfasst werden. Ergänzt werden diese Messwerte durch Informationen zu den Gebäuden und die Erfahrungen der Teams vor Ort. Als kurzfristiger Schritt wird zunächst eine einfache, einheitliche Befragung der Einrichtungen vorbereitet. Sie soll dabei helfen, besonders belastete Standorte zu erkennen und konkrete Maßnahmen für 2027 vorzubereiten.
Künstliche Intelligenz als Unterstützung für pädagogische Fachkräfte
Wie kann Künstliche Intelligenz pädagogische Fachkräfte sinnvoll unterstützen? Dieser Frage widmete sich ein weiterer Workshop. Ulrike Eberhard, Fachberaterin in der Fröbel-Region Rhein-Neckar, stellte mit „Lernblick“ und „Lerngeschichten Coach“ zwei selbst entwickelte KI-Anwendungen vor, die derzeit in sechs Fröbel-Kindergärten in Frankfurt am Main und Mainz erprobt werden.
Die Anwendungen unterstützen Fachkräfte dabei, ihre Beobachtungen zu Lern- und Entwicklungsmomenten in wertschätzende Texte für Kinder und Familien zu übertragen – auf Wunsch zusätzlich in der Erstsprache der Familie. Damit soll einerseits der Dokumentationsaufwand reduziert und andererseits Familien ein verständlicher Einblick in die Lernprozesse ihres Kindes ermöglicht werden.
Entscheidend bleibt dabei die Rolle der pädagogischen Fachkräfte: Sie beobachten und reflektieren die Entwicklung der Kinder und prüfen die Ergebnisse fachlich. Die KI unterstützt bei der Formulierung und Strukturierung. Im Workshop wurden deshalb neben den Chancen auch die Grenzen eines solchen KI-Einsatzes in der pädagogischen Arbeit diskutiert.
Sprachbildung: Daten für gezielte Förderung nutzen
Seit dem Kita-Jahr 2025/2026 werden bei Fröbel die sprachlichen Kompetenzen von Kindern ab dem zweiten Geburtstag bis zum Übergang in die Grundschule jährlich betrachtet. Ziel ist es insbesondere, Unterstützungsbedarf frühzeitig zu erkennen.
Auf der Geschäftsleitungskonferenz wurden unter anderem regionale BaSiK-Berichte vorgestellt. Die Auswertungen sollen dabei helfen, Entwicklungen sichtbar zu machen, Einrichtungen mit besonderem Unterstützungsbedarf zu erkennen und beispielsweise Fortbildungen oder zusätzliche fachliche Begleitung gezielter einzusetzen.
Gleichzeitig wird daran gearbeitet, den Schritt von der Beobachtung zur konkreten Förderung weiterzuentwickeln. Im Projekt „BaSiK-Transfer“ entsteht dazu eine Qualifizierung, die pädagogische Fachkräfte dabei unterstützen soll, aus den Beobachtungsergebnissen konkrete Förderziele abzuleiten und diese im Kita-Alltag umzusetzen. Die ersten Kurse starten bereits im Oktober 2026.
Die drei Themen verbindet damit ein gemeinsamer Ansatz: Informationen und neue technische Möglichkeiten sollen nicht zum Selbstzweck eingesetzt werden, sondern dabei helfen, konkrete Herausforderungen in den Einrichtungen frühzeitig zu erkennen und pädagogisches sowie organisatorisches Handeln gezielter zu unterstützen.