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Wenn Lachen zum Forschungsgegenstand wird: Fröbel-Kitas bei „Münster forscht“
Anlässlich der bundesweiten MINTmachtage experimentierten am 11. Juni 2026 zahlreiche Kinder und deren Familien auf dem Domplatz in Münster.
Ein Knopfdruck – und plötzlich ertönt ein Kinderlachen über den Domplatz. Dann noch eines, und noch eines. Dazwischen ein Witz, aufgenommen von einem Kita-Kind, hörbar für alle, die stehen bleiben und den nächsten Button drücken.
Beim Mitmach-Fest „Münster forscht!“ wurde Lachen in diesem Jahr selbst zum Forschungsgegenstand – an einem von mehreren Fröbel-Ständen, die sich am Aktionstag beteiligten.
Im Fröbel-Kindergarten Ermlandweg konnten Kinder unter dem Motto „Lachen macht gesund“ ihre zuvor aufgenommenen Lieblingswitze anhören – und gleichzeitig entdecken, was Lachen eigentlich im Körper bewirkt. Die Idee dahinter: ein alltägliches Erlebnis aufgreifen und daraus eine Frage entwickeln. Was passiert, wenn wir lachen? Und warum tut uns das gut?
Auch an den weiteren Fröbel-Ständen zeigten Kinder gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften unterschiedliche Experimente und Mitmachangebote, die naturwissenschaftliche Fragestellungen mit alltagsnahen Erfahrungen verbanden. Im Mittelpunkt stand dabei stets das eigene Ausprobieren: beobachten, vergleichen, hinterfragen.
29 Stationen, ein Prinzip: ausprobieren, verstehen, weiterdenken
Der Domplatz in Münster verwandelte sich am 11. Juni 2026 erneut in einen offenen Lernort. Beim großen Mitmach-Fest „Münster forscht!“ gingen hunderte Kinder gemeinsam mit ihren Familien auf Entdeckungsreise durch die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Insgesamt 29 Stationen luden dazu ein, Dinge auszuprobieren, zu hinterfragen und neu zu entdecken.
Schon am Vormittag füllte sich der Platz mit neugierigen Kindern, die zwischen den Stationen wechselten: Hier wurden Farbverläufe untersucht, dort Kräuter erschnuppert, an anderer Stelle ging es um Mülltrennung oder nachhaltige Materialien. Überall galt: anfassen, ausprobieren, Fragen stellen. Antworten ergaben sich oft erst im Tun.
Eröffnet wurde das Fest von Bürgermeisterin Maria Winkel. Sie besuchte auch die Fröbel-Stände und griff den Ansatz der Kinder auf: „Das Experiment zum Lachen zeigt wunderbar, wie Kinder mit Neugier und Freude wissenschaftlichen Fragen auf den Grund gehen. Sie erleben dabei, dass Gesundheitsbildung schon im Kindergartenalter spielerisch und mit viel Begeisterung gelingen kann.“
Gesundheit als Forschungsthema: das Motto der MINTmachtage 2026
Das diesjährige Thema war dabei kein Zufall. Die Veranstaltung fand im Rahmen der bundesweiten MINTmachtage statt, die 2026 unter dem Motto „Sag mal Aaah! Gesund in die Zukunft“ stehen. Im Mittelpunkt stehen Fragen rund um den eigenen Körper, Gesundheit und die Medizin von morgen: Was hält uns gesund? Was schadet uns? Und welche Rolle spielt Technik dabei?
Auch die Beiträge der Fröbel-Kindergärten knüpften daran an – nicht abstrakt, sondern ausgehend von den Erfahrungen der Kinder selbst. Das Lachen als Ausgangspunkt eines Experiments steht exemplarisch für diesen Ansatz: Es verbindet Körper, Gefühle und soziale Interaktion – und macht Gesundheit unmittelbar erfahrbar.
Gleichzeitig wird darin ein zentraler Anspruch frühkindlicher Bildung sichtbar. „Themen wie Gesundheit, Wohlbefinden und Selbstwahrnehmung sind eng mit den Kinderrechten verbunden, die bei Fröbel im Leitbild verankert sind und im Alltag der Kindergärten gelebt werden“, sagt Tanja von Malottki, Leiterin des Fröbel-Kindergartens Ermlandweg in Münster-Kinderhaus.
Gemeinsames Engagement für frühe Bildung
Dass hinter dem Fest ein großes gemeinsames Engagement steckt, betont auch die Organisationsgruppe „Münster forscht“, ein Zusammenschluss verschiedener Träger: „Die intensive Vorbereitung der letzten Monate hat sich absolut ausgezahlt. Die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Trägern und der Stadt Münster lief Hand in Hand und zeigt wieder einmal, wie viel wir gemeinsam bewegen können, wenn alle an einem Strang ziehen. Die Resonanz war durchweg positiv und die Faszination in den Gesichtern der Kinder einfach großartig!“
„Münster forscht!“ wird gemeinschaftlich von den Münsteraner Kita-Trägern, der Stadt Münster, Fachschulen für Sozialpädagogik und weiteren Partnern der Bildungslandschaft organisiert. Bereits zum vierten Mal fand das Mitmach-Fest auf dem Domplatz statt – und hat sich als fester Bestandteil der MINTmachtage in Münster etabliert. Am Ende bleiben viele kleine Entdeckungen – und vielleicht auch eine große Erkenntnis: dass Lernen oft dort beginnt, wo Kinder ihre eigenen Fragen stellen. Manchmal mit einem Knopfdruck. Und mit einem Lachen.