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Politik und Gesellschaft 03. November 2026 · MKP

Wertvolle Impulse für frühe Sprachbildung

Hessens Sozialministerin Heike Hofmann besuchte den Fröbel-Kindergarten Am Hafenpark in Frankfurt am Main. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Fachkräfte die sprachliche Entwicklung von Kindern systematisch begleiten und gezielt fördern.

Sozialministerin Heike Hoffmann mit Kindern beim Gestalten im Atelier (C) Fröbel e.V.
Marek Körner, Oliver Just, Heike Hofmann, Nina Lober, Julia Riegelhuth und Kai Korn (v.l.n.r.; (C) Fröbel e.V.)

Sprache steckt überall: beim gemeinsamen Spielen, Forschen, Singen oder Erzählen. Wie Kinder diese alltäglichen Erfahrungen für ihre Entwicklung nutzen und dabei gezielt unterstützt werden können, erlebte Hessens Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Heike Hofmann, bei ihrem Besuch im Frankfurter Fröbel-Kindergarten Am Hafenpark. Ihr Besuch fällt in eine wichtige Phase der hessischen Bildungspolitik. Mit der Strategie „Starke Sprache, alle Kitas“ will das Land die Sprachförderung neu aufstellen und möglichst alle rund 4.500 Kitas erreichen. Das Kompetenzzentrum „Kinder.Sprachen.Zukunft“ unterstützt die Einrichtungen dabei.

Sozialministerin Heike Hofmann: „Fröbel zeigt anschaulich, wie sich wissenschaftliche Erkenntnisse und pädagogische Praxis miteinander verbinden lassen. Die systematische Beobachtung der Sprachentwicklung und die trägerweite Auswertung bieten wertvolle Ansatzpunkte, um Kinder gezielt zu fördern. Das sind wertvolle Impulse für die frühkindliche Sprachbildung in Hessen.“

Beim Rundgang durch die Einrichtung und im Gespräch mit pädagogischen Fachkräften informierte sich die Ministerin über die Sprachbildungsarbeit bei Fröbel. Der Kindergarten im Frankfurter Ostend betreut 102 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt. Mehrsprachigkeit, Naturerfahrungen und tiergestützte Pädagogik bieten unter anderem vielfältige Anlässe, Sprache spielerisch zu entdecken. Einrichtungsleiterin Julia Riegelhuth: „Sprache steckt in allem, was Kinder bei uns erleben – beim Spielen, Forschen oder Erzählen. Mit BaSiK können wir die sprachliche Entwicklung jedes Kindes aufmerksam begleiten, Stärken erkennen und dort unterstützen, wo es nötig ist.“ 

Fröbel nutzt das wissenschaftlich fundierte Beobachtungsverfahren BaSiK bundesweit, um die Sprachentwicklung von Kindern ab zwei Jahren regelmäßig zu erfassen, auszuwerten und individuellen Förderbedarf zu ermitteln. Auch in Nordrhein-Westfalen, wo die systematische Beobachtung der Sprachentwicklung gesetzlich verankert ist, hat sich BaSiK als Verfahren etabliert. 

Fröbel nutzt die gewonnenen Erkenntnisse dort bereits in all seinen rund 90 Einrichtungen, um die Sprachbildung gezielt weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die pädagogische Arbeit ein. Fachkräfte werden gezielt qualifiziert und die Qualität der Sprachbildung weiterentwickelt. 

„Das Land Hessen geht mit seiner neuen Sprachstrategie einen wichtigen Schritt“, betonte Kai Korn, Fröbel-Geschäftsleiter für die Region Rhein-Main. „Entscheidend ist, dass die Förderung tatsächlich bei den Kindern ankommt. Unsere Erfahrungen mit BaSiK zeigen, wie Fachkräfte die sprachliche Entwicklung jedes Kindes gezielt begleiten und frühzeitig erkennen können, wo zusätzliche Unterstützung nötig ist. Dafür brauchen sie Zeit, Qualifizierung und verlässliche Rahmenbedingungen.“

Das gesamte Kita-Team bedankt sich sehr für den Besuch und freut sich schon auf eine Wiederholung.