Pressemitteilung 25. August 2020 · HO

Arbeitsmarktgipfel für Kita und Pflege – jetzt!

Laut aktuellem "Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme" der Bertelsmann Stiftung sind die Rahmenbedingungen in Kitas vielerorts nach wie vor miserabel - es fehlen vor allem gut qualifizierte pädagogische Fachkräfte. FRÖBEL fordert deshalb einen Arbeitsmarktgipfel für Kita und Pflege.

Kinder kompetent begleiten, faire Bildungschancen ermöglichen, Familien entlasten - dafür braucht es gut qualifizierte pädagogische Fachkräfte und bessere Rahmenbedingungen für Ausbildung und Praxis. Das Bild stammt aus dem FRÖBEL-Integrationskindergarten Am Elsterbecken in Leipzig, Fotocredits: FRÖBEL e.V./Franziska Werner)

Mit der Vorlage der aktuellen Zahlen zur Lage der Kitas in Deutschland mit dem „Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme“ legt die Bertelsmann Stiftung den Finger in die Wunde: Die Bedingungen für die frühe Bildung sind vielerorts immer noch unzureichend und die Gruppengrößen nicht kindgerecht.

„Diesen Eindruck können wir aus der Praxis nur bestätigen“, so Stephan Keitel, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates von FRÖBEL. „Pädagogische Fachkräfte arbeiten vielerorts so schon am Limit oder darüber hinaus. Durch Corona kommen nun Aufgaben hinzu – so werden die Hygieneauflagen unsere Teams auch in Zukunft zusätzlich belasten, während wir für viele Kinder drei Monate fehlende Sprachförderung im ersten Halbjahr auffangen müssen.“

„Wir müssen die Krise als Chance begreifen. Bund und Länder müssen Erzieher- und Pflegeberufe deutlich stärken, indem die laufende Fachkräfteoffensive fortgesetzt und deutlich ausgebaut wird“, so Stefan Spieker, Geschäftsführer von FRÖBEL. „Nach wie vor ist es eine große Herausforderung, gut ausgebildete pädagogische Fachkräfte am Arbeitsmarkt zu finden. Andererseits suchen aktuell immer mehr Menschen einen zukunftssicheren Arbeitsplatz, und unsere Kinder brauchen einen besseren Betreuungsschlüssel – das muss man zusammenbringen.“ 

Das Potenzial ist da: Laut aktueller SINUS-Jugendbefragung könnte sich knapp ein Viertel der befragten Jugendlichen eine Zukunft in Kita oder Pflege vorstellen. „Wir können es uns schlichtweg gesellschaftlich nicht leisten, diese Ressource brachliegen zu lassen“, so Spieker.  

FRÖBEL fordert deshalb einen Arbeitsmarktgipfel von Bund und Ländern, um dieses Thema endlich systematisch anzugehen. „Bundesfamilienministerin Giffey sollte gemeinsam mit Arbeitsminister Heil die Initiative ergreifen. Frühe Bildung bietet Arbeitsplatzsicherheit und hat Zukunft. Je eher wir umsteuern, desto besser für Kinder und Gesellschaft“, so Spieker abschließend.

Pressekontakt:

Henrike Ortmann
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH 
Telefon: 030 21235-334

E-Mail: presse@froebel-gruppe.de


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