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Die KI-ta für NRW
Zum Zukunftsthema Künstliche Intelligenz positionierte sich Fröbel-Geschäftsführer Stefan Spieker heute in einer Expertenanhörung im NRW-Landtag.
KI verändert die Bildung – auch im frühkindlichen Bereich. Für Fröbel bedeutet das keinen Widerspruch zu menschlicher Zuwendung, sondern eine Stärkung pädagogischer Qualität. Genau das machte Stefan Spieker in der heutigen Anhörung des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend im NRW-Landtag deutlich: „KI kann Fachkräfte entlasten, die Bildungsqualität steigern und Familien besser einbinden. Sie wird die pädagogische Fachkraft aber niemals ersetzen und muss den Schutz der Daten und der Persönlichkeitsrechte immer beachten.“
So kann KI den Kita-Alltag stärken
Anhand praktischer Beispiele machte er anschaulich, wie KI den Kita-Alltag unterstützen und kreativ bereichern kann: „In der Kommunikation mit Familien wird KI zu einer echten Brücke zwischen Kita und Eltern, wenn sie Barrieren abbaut und neue Zugänge öffnet.“ Mithilfe einer KI-Avatar-Technologie hat Fröbel bereits über 400 Videos in 15 Sprachen produziert. Die Resonanz auf YouTube-Angebote wie „Eingewöhnung in Fröbel-Kitas“ ist groß: über 35.000 Aufrufe und hohe Interaktionsraten!
Auch in der pädagogischen Praxis setzen Fröbel-Einrichtungen KI als Lernbegleiterin kreativ ein: Kinder gestalten in Projekten wie dem Kamishibai-Erzähltheater „Übergänge gestalten“ eigene Bildergeschichten mit generativer KI. Sie reflektieren, was echt oder künstlich ist. Sie entdecken Sprache als Ausdrucksform neu. Und sie spiegeln ihre Eindrücke oft rege wider.
Wie ein digitaler Assistent Sprachbildung unterstützen kann, erläuterte Stefan Spieker anhand von spannenden Möglichkeiten auf der Grundlage des in NRW etablierten Beobachtungsverfahrens BaSiK: Perspektivisch sei denkbar, dass ein KI-Assistent unter Beachtung des Datenschutzes sprachliche Daten von Kindern analysiert, bevor diese durch die pädagogische Fachkraft überprüft und ergänzt werden.
Auch in der Administration und Personalentwicklung kann Fröbel Abläufe und Arbeitsbedingungen dank KI stetig verbessern: Allen voran in der Schulung „KI an meinem Schreibtisch“ machen sich immer mehr Fach- und Verwaltungskräfte für einen reflektierten Umgang fit mit KI.
NRW muss handeln – jetzt!
Damit neue Chancen durch KI verantwortungsvoll genutzt werden können, brauche es jetzt einen klaren politischen Rahmen, allen voran:
- die Verankerung von KI im jetzt novellierten Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiz) – mit klarem Fokus auf Sprachförderung, Fachkräftequalifizierung und Datenschutz.
- die Förderung geprüfter Pilotprojekte, deren Ergebnisse landesweit geteilt werden.
- eine Qualifizierungsoffensive, um KI-Kompetenzen in Aus- und Weiterbildung zu verankern.
- ein NRW-Rahmenkonzept für Datenschutz und Ethik.
- eine sichere Infrastruktur mit geprüften Tools und technischem Support für Kitas.
Mehr erfahren?
Unsere wie auch die weiteren vollständigen Stellungnahmen befinden sich auf der Webseite des Landtags.
Die aufgezeichnete Anhörung ist zu sehen in der Landtags-Mediathek.
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