Aktuelles 16. Januar 2024 · MKu

Ein Kitaplatz für jedes Potsdamer Kind!

Gute Bildung, Betreuung und Erziehung ist Aufgabe der Kommunen. Wo Potsdam dringend handeln muss, darüber diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Praxis und Verbänden bei der „Grünen Stunde“.

Alexandra Mebus-Haarhoff von FRÖBEL und Walid Hafezi, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Jugend- und Familienhilfe der Stadt Potsdam im Gespräch mit den Gästen (Foto: Eva-Theresa John)

Die Frage, wie eine bedarfsgerechte und zeitgemäße Familien- und Jugendhilfe in Potsdam gestaltete werden soll, stand im Mittelpunkt der „Grüne Stunde“ – einer Veranstaltungsreihe von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Potsdam. Dabei ging es selbstverständlich auch um die Kindertagesstätten, die eine wichtige Säule neben den anderen Angeboten der Kinder – und Jugendhilfe Familie, Stadt und frühen Hilfen bilden.

Über zukunftsweisende Lösungsansätze im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in Potsdam diskutierten der Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend- und Familienhilfe Prof. Dr. Walid Hafezi und Maria Schäfer von der GEW Brandenburg gemeinsam mit Alexandra Mebus-Haarhoff, Bereichsleiterin bei FRÖBEL für den Bereich Ost,

Nachdem die Stadt in der Vergangenheit kontinuierlich Einwohnerinnen und Einwohner hinzugewann – eigentlich eine positive Entwicklung – stagniert diese Entwicklung. Zugenommen hat aber auch die Segregation. Menschen mit geringem Einkommen wohnen konzentriert in günstigen, weil unattraktiveren Wohnlagen. Da soziale Lage mit den Bildungschancen der Kinder korreliert, hat das durchaus Konsequenzen für die Zukunft der Jüngsten.

„Gerade deshalb müssen wir Kindertagesstätten endlich unbedingt als Bildungsorte begreifen“, appellierte Alexandra Mebus-Haarhoff an Walid Hafezi und die rund 25 Gäste. „Damit davon alle Kinder profitieren können, müssen wir ihnen frühzeitig den Zugang zur Kita ermöglichen – und das können die Kinder nicht selbst in die Hand nehmen! Deshalb müssen wir insbesondere auf Familien in herausfordernden Lagen oder mit nichtdeutscher Familiensprache zugehen, sie ansprechen und einladen. Nur wenn wir aktiv Hürden abbauen, wird auch für sie die Kita zu einem starken Partner und für ihre Kinder zu einem Erlebnis- und Lernort“, ergänzt Mebus-Haarhoff.

Studien zeigen, dass Kindergärten als erste Lernorte Bildungsungleichheiten ausgleichen. Durch alltagsintegrierte Förderung im Sprach- und MINT-Bereich ist es möglich, Kindern ohne festes Curriculum bedürfnis- und stärkenorientiert einen guten Start für ihre Bildungslaufbahn zu ermöglichen.

Walid Hafezi und alle Anwesenden waren sich einig, den konstruktiven und wichtigen Austausch fortzusetzen.

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