Demokratiebildung 16. Mai 2025

Fröbel-Fachtag auf dem DJHT: Lautstark für Kinder

Mit einem Fachtag auf dem 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag hat Fröbel wichtige Impulse für die Kita der Zukunft gesetzt – mit prominenten Gästen, starken Vorträgen und einer klaren Botschaft für Kinderrechte.

© Foto Fröbel e.V. / Franziska Werner

Zukunft Kita: Zusammen für einen guten Start

Am 14. Mai 2025 lud Fröbel zum Fachtag „Zusammen für einen guten Start“ in das Congress Center Leipzig (CCL) auf dem Messegelände ein. Die Veranstaltung fand im Rahmen des 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetags (DJHT) statt und brachte rund 150 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Verwaltung zusammen. Nach der Begrüßung durch Fröbel-Geschäftsführer Stefan Spieker und Stefan Hoffschröer, Bereichsleiter Ost, betonte Vicki Felthaus, Leipzigs Bürgermeisterin und Beigeordnete, in ihrem Grußwort aus dem Leipziger Rathaus die Bedeutung früher Bildung für die Chancengleichheit aller Kinder. Sie dankte ausdrücklich allen Fachkräften für ihre gesellschaftlich bedeutsame Arbeit. Zugleich stellte sie heraus, vor welchen Herausforderungen Kommunen bei der Finanzierung von gesamtgesellschaftlichen Aufgaben wie der frühen Bildung stehen.

Keynote: Menschlichkeit der Bildung im Mittelpunkt

Den inhaltlichen Auftakt gestaltete Prof. Dr. Tina Malti von der Universität Leipzig mit ihrer Keynote „Kitas der Zukunft – Wege zu einer Menschlichkeit der Bildung“. Sie stellte die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern als zentrale Voraussetzung für Gesundheit, Lernmotivation und gesellschaftliche Teilhabe in den Mittelpunkt.

Anhand aktueller Forschung zeigte sie auf, wie Kitas als Orte der Fürsorge gestaltet werden können – mit starken Beziehungen, emotionaler Bildung und gezielter Förderung der Empathiefähigkeit jedes einzelnen Kindes. Ihre Botschaft: Bildung beginnt mit Beziehung und dem Mut, neue Wege zu gehen.

Impuls: Bildungspartnerschaften in der Migrationsgesellschaft

Im zweiten Fachvortrag sprach Dr. Andrea Tures, Akademische Rätin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, über die Herausforderungen und Chancen in der Zusammenarbeit mit Familien in einer von Migration geprägten Gesellschaft. Sie stellte klar, dass Bildungspartnerschaften nur gelingen, wenn pädagogische Teams sich kontinuierlich mit Fragen der Vielfalt, Sprachförderung und Diskriminierung auseinandersetzen. Besonders wichtig sei eine Haltung, die nicht defizitorientiert ist, sondern die unterschiedlichen Perspektiven und Ressourcen von Familien anerkennt. Tures plädierte für regelmäßige Reflexionsangebote im Team und eine klare Positionierung gegen rassistische Strukturen im Bildungssystem.

Fröbel auf dem DJHT: Kampagnenstart „Lautstark. Für Kinder.“

Begleitend zum Fachtag präsentierte Fröbel am eigenen Messestand seine neue Kampagne „Lautstark. Für Kinder.“ Das auffällige Symbol: eine grüne Fahrradklingel. Sie steht für Haltung, Sichtbarkeit und die Stimme der Kinder – im Alltag und in der politischen Diskussion. Mit Give-aways, Info-Karten und Mitmachaktionen wurde die Botschaft sichtbar und hörbar in Szene gesetzt: Kinder haben das Recht, gehört zu werden. Die Kampagne nutzt den Hashtag #LautstarkFürKinder und lädt alle ein, sich digital und analog für Kinderrechte stark zu machen.

Vielfältige Perspektiven für eine starke Kita-Zukunft

Der Fachtag wurde durch eine lebendige Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Praxis ergänzt. Unter den Panelteilnehmenden waren unter anderem Ivonne Töpel, Grundschulleiterin der Schule am Addis-Abeba-Platz und Gerald Eisenblätter, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Einig waren sich alle: Nur wenn Kitas und Schulen intensiver und früher kooperieren, wird der gute Start für alle Kinder gelingen.

Ein kreativer Theaterimpuls von Judit Grunewald sowie ein anschließendes Teamspiel rundeten das Programm ab. Zum Abschluss lud Fröbel zum Besuch der Messehallen ein – mit zahlreichen weiteren Formaten, darunter Workshops zu Fachkräftesicherung, Krisenintervention und kindzentrierter Digitalisierung.

Weitere Informationen zur Kampagne und unseren Angeboten finden Sie hier.

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