Aktuelles 01. April 2021 · HO

FRÖBEL weitet Schnelltests auf Kita-Tiere aus

Am heutigen 1. April startet in vielen FRÖBEL-Einrichtungen ein Pilotprojekt: Im Sinne des Infektionsschutzes werden die zahlreichen Tiere, die den Alltag in unseren Einrichtungen bereichern, in den kommenden vier Wochen engmaschig auf das Corona-Virus getestet. Lesen Sie, wie die ersten Testungen gelaufen sind.

Kitahündin Luna aus dem FRÖBEL-Kindergarten Pusdorf in Bremen - anfangs skeptisch, konnte sie der Leckerli-Spur nicht lange widerstehen und absolvierte bravourös ihren ersten Corona-Schnelltest.

Es ist soweit: Seit heute werden die zahlreichen Tiere, die den Kita-Alltag bereichern, engmaschig auf das Corona-Virus getestet. Ziel ist es, die flauschigen, kriechenden und krabbelnden Freundinnen und Freunde der Kinder mit Schnelltests vor der Weitergabe einer Corona-Infektion untereinander zu schützen. Weil FRÖBEL regelmäßig einen Mikrozensus der Tiere in den bundesweiten Kitas erhebt, ist der Träger prädestiniert für das Projekt – so konnte nämlich die Zahl der benötigten Testkits sehr schnell ermittelt werden.

Integraler Bestandteil des Projekts ist die Qualifizierung der ohnehin MINT-begeisterten Kinder für die Durchführung der Tests. Durchgeführt werden die Schulungen von erfahrenen pädagogischen Fachkräften, in Kooperation mit der Stiftung Haus der kleinen Forscher und den Veterinärämtern vor Ort. Getestet wird per Spuck-, Sabber-, Lolli- oder Nasenabstrichtest, je nach Tierart. Bei den Achatschnecken kommt ein eigens entwickelter Schleimtest zum Einsatz.

Die Testungen erfolgen behutsam und nach allen Regeln der (Überredungs-)Kunst. So konnte sich Hündin Mira aus einer Hamburger Kita mit dem Sabbertest für Hunde partout nicht anfreunden. Yunis (5) hatte die rettende Idee, es mit dem Lollitest zu versuchen: "Mira war sofort begeistert, weil sie Bälle doch so liebt! Sie kaute lange darauf herum, mit der Probe konnten wir gut arbeiten." Hündin Luna aus Bremen wurde mit einer Leckerli-Spur zur Testung motiviert. Die Hühner hingegen pickten sofort neugierig nach den Teststäbchen. 

Jasmin (6) aus dem FRÖBEL-Kindergarten Waldkäuzchen in Leipzig resümiert nach dem ersten Testdurchlauf: "Keines unserer Tiere war positiv! Auf das Ergebnis einer Schnecke müssen wir allerdings noch warten, da sie auf dem Teststreifen eingeschlafen ist." Wecken möchte das Mädchen sie nicht: "Tierschutz geht vor – mich reißt hier ja auch keiner aus der Mittagsruhe."

So liefen die ersten Testungen

Auch bei den pädagogischen Fachkräften kommt das Projekt gut an. "Die Kinder freuen sich, dass sie durch das Testen aktiv zum Gesundheitsschutz unserer Tiere beitragen können. Und natürlich sind sie stolz, ihre neu erworbenen Test-Kompetenzen auch gleich praktisch anwenden zu können", berichtet Erzieher Marvin Pachulke aus einer Kölner FRÖBEL-Kita. Die Einbindung der Kinder in die Teststrategie entlastet die Fachkräfte, kommt aber auch den Tieren zugute: "Unsere Tiere vertrauen den Kindern, deshalb arbeiten sie sehr gut mit", so Pachulke. 

Zweimal in der Woche wird bis Ende April nun jeder Hund, jede Ziege, jedes Kaninchen, jedes Schwein und jede Schnecke getestet. Ausnahmen gelten für Stabschrecken und Blattschneiderameisen. Da die Tests bei Insekten sehr zeitaufwändig sind und die individuellen Testergebnisse den Tieren nur schwer zuordenbar sind, werden stichprobenartig Einzeltiere getestet. Im Fall eines positiven Ergebnisses müssen vorerst leider alle Tiere im Terrarium bleiben.

Die Testergebnisse und die Erfahrungen mit den unterschiedlichen Testmethoden werden selbstverständlich dokumentiert und am Ende der Pilotphase an die zuständigen Bundesministerien für Forschung, Gesundheit, Landwirtschaft und natürlich an das Bundesfamilienministerium geschickt. 

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