Wie können Eltern Kindern liebevoll und klar begegnen – und dabei auch die eigenen Grenzen im Blick behalten? Dieser Frage widmete sich die Fröbel-Elternakademie am 11. Dezember 2025. Über 200 Eltern und Sorgeberechtigte hatten sich zur digitalen Veranstaltung angemeldet. Am Ende flogen viele virtuelle Herzen über den Bildschirm.
Es war ein Abend voller Aha-Momente, wie eine Teilnehmerin es auf den Punkt brachte. Referentin war Marion Koch, die bei Fröbel in Hamburg als Fachberaterin für Elternberatung und Elternkommunikation arbeitet. Sie führte mit Einfühlungsvermögen und Fachkompetenz durch die Veranstaltung. Sie schuf einen Raum, in dem Eltern sich verstanden fühlten und gleichzeitig praktische Impulse mitnehmen konnten.
„Die Art des Vortrags, ruhig, herzlich, wertschätzend, hat mich sehr berührt“, schrieb eine Teilnehmerin im Chat. Andere beschrieben die Inhalte als „sehr realitätsnah“ und „unglaublich hilfreich“. Viele hätten sich nicht vorstellen können, wie viel ein Online-Abend auslösen kann – in der eigenen Haltung, im Familienalltag, im Verständnis für das Verhalten der eigenen Kinder.
Marion Koch erläuterte anschaulich, wie Kinder lernen, mit Grenzen umzugehen. Und zwar nicht durch bloße Worte, sondern durch Wiederholung, durch Experimentierketten. Sie gab Einblicke, wie Erwachsene helfen können, wenn Kinder emotional überfordert sind. Und was in uns selbst geschieht, wenn wir gestresst, müde oder überfordert sind und die „innere Eidechse“, wie sie es im Vortrag hieß, das Kommando übernimmt.
Keine schnellen Lösungen, sondern Verständnis
Dabei ging es nie um einfache Lösungen, sondern um ein vertieftes Verständnis: Warum Kinder scheinbar „nicht hören“, obwohl wir es doch schon erklärt haben. Warum Wutanfälle dazugehören. Und wie wir als Erwachsene in solchen Momenten Orientierung geben können. Ohne zu verletzen, aber mit Klarheit.
Eltern fragen oft nach dem richtigen Maß an Konsequenz, nach Wegen aus der Hilflosigkeit, nach Möglichkeiten, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen. „Wie bleibe ich ruhig, wenn mein Kind laut wird?“, war eine der meistgestellten Fragen des Abends. Und auch: „Wie kann ich meinem Kind helfen, seine eigenen Grenzen zu erkennen?“
Marion Koch machte Mut, den Blick auf das Kind neu zu justieren. Sie sind keine „kleinen Erwachsenen“, sondern lernende Wesen mit einem noch nicht ausgereiften Gehirn. Sie zeigte auf, wie emotionale Sicherheit entsteht, warum Rituale und klare Regeln so wichtig sind, und dass Grenzen nicht Strafen bedeuten, sondern liebevolle Leitplanken im Miteinander.
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