1.5 Kulturelle Eindrücke & Dankbarkeit
Am Dienstagabend stärkten eine Stadtführung durch Bergamos Città Alta und ein gemeinsames Abendessen Teamgeist und interkulturelles Verständnis.
Kolleginnen und Kollegen aus dem Fröbel-Team reisten nach Italien: Austausch und europäische Vernetzung brachten Impulse für die Praxis.
Vom 5. bis 9. Mai 2025 hatten 19 Kolleg*innen von Fröbel – insbesondere aus der Kita-Sozialarbeit und dem Bereich Familienbildung – die Möglichkeit, im Rahmen von Erasmus+ nach Bergamo (Italien) zu reisen. Aus verschiedensten Regionen Deutschlands kamen wir zusammen, um im Austausch mit italienischen Fachkräften aus den Bereichen Frühe Hilfen, Familienzentren, Kinderschutz und sozialer Arbeit neue Perspektiven auf das Thema Inklusion und Diversität zu gewinnen.
Die Reise lebte vom intensiven fachlichen Austausch – mit italienischen Fachkräften und innerhalb der Fröbel-Gruppe. Besonders bereichernd waren Gespräche zu strukturellen Rahmenbedingungen und Praxisbeispielen, da die Kita-Sozialarbeit in Deutschland und bei Fröbel noch jung ist. Der Fokus auf psychologische und pädagogische Unterstützungsansätze für Familien brachte viele neue Impulse für unsere Praxis.
Ein besonderer Dank gilt U. und der Weiterbildungsorganisation Zeroseiup (www.zeroseiup.eu). U. lebt seit über 30 Jahren in Italien, hat ein Familienzentrum mit aufgebaut und ist bestens mit lokalen Akteurinnen und Akteuren vernetzt. Durch ihre fachliche Begleitung entstand ein vielseitiges Programm, das genau auf unser Arbeitsfeld abgestimmt war.
Bei Fragen zu Erasmus+-Mobilitäten freuen wir uns über den Austausch: familienbildung@froebel-gruppe.de
Zum Auftakt besuchten wir das kommunale Familienzentrum „Rita Grey“ in Bergamo. Neben Einblicken ins italienische Bildungssystem stellten wir Fröbel-Angebote wie die Familienzentren in Hamburg und Köln sowie die Elternakademie vor.
Das Zentrum bietet vielfältige, niedrigschwellige Angebote für Familien mit Kindern von 0–3 Jahren – von Schwangerenberatung bis Eltern-Kind-Gruppen. Ehrenamtliches Engagement ist dort besonders wichtig, da staatliche Leistungen wie Kindergeld oder Elterngeld kaum vorhanden sind.
Zwei Projekte stellten dies exemplarisch dar:
Am Nachmittag stellten Fachkräfte der Stadt das inklusive Schulsystem vor: Kinder mit Diagnosen erhalten individuelle Unterstützung durch Integrationskräfte in Regelschulen – ein Modell für echte Teilhabe.
In Monza besuchten wir das Zentrum „Carro“, das vormittags Jugendliche mit Schulabbruchsrisiko betreut – mit ehrenamtlichen Lehrkräften in enger Kooperation mit Regelschulen. Am Nachmittag steht das Zentrum allen Kindern und Jugendlichen offen, vor allem aus sozial benachteiligten Familien. Finanziert wird es durch staatliche Mittel, Familienbeiträge, Spenden und Ehrenamt. Ein begleitendes Forschungsprojekt betont: Schulabschluss gelingt nur mit früher, systematischer Unterstützung – nicht erst ab 18.
Am letzten Tag besuchten wir das kommunale Zentrum „San Martino della Pigrizia“, das Kinder schützt und Familien unterstützt. Das multiprofessionelle Team arbeitet in vielfältigen Bereichen:
Die enge Netzwerkarbeit mit zivilgesellschaftlichen Akteuren (Kirche, Vereine, Ehrenamtliche) bildet das Rückgrat der Unterstützungsstruktur.
Robert Gärtner (FRÖBEL-Familienbildung) und Linda Lenz (Kita-Sozialarbeit Cottbus) stellten unsere Fröbel-Arbeit vor – und stießen auf großes Interesse.
Nachmittags besuchten wir die städtische Krippe „Gomitolo Blu“. Wir erhielten Einblicke in die Raumgestaltung mit Montessori-Materialien, die Tagesstruktur und die enge Zusammenarbeit mit Familien.
Am Dienstagabend stärkten eine Stadtführung durch Bergamos Città Alta und ein gemeinsames Abendessen Teamgeist und interkulturelles Verständnis.
Unsere Erasmus+-Reise brachte wertvolle Begegnungen, neue Perspektiven und praxisnahe Impulse. Inklusion, Ehrenamt, interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Sicht auf das Kind als forschende Persönlichkeit wirken nach. Wir danken allen Beteiligten für diese bereichernde Erfahrung.
Kontakt & Austausch:
Fragen oder Interesse an Erasmus+? Schreiben Sie uns:
familienbildung@froebel-gruppe.de
Fröbel ist für die Erasmus+ Förderperiode 2021-27 akkreditiert. Das Erasmus+ Programm ermöglicht Fröbel-Beschäftigten, sich mit Fachkräften innerhalb Europas auszutauschen, Neues zu lernen und die eigene Expertise weiterzugeben. Ganze Teams und einzelne Fachkräfte können in einer Kita in einem anderen Land hospitieren und freuen sich, andere Kulturen zu erleben. Fröbel steht im Gegenzug auch als Erasmus+ Partner für Besuche in Deutschland zur Verfügung.
www.froebel-gruppe.de/erasmus
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