Aktuelles 29. Juli 2025 · jmei

Kitaausbau: Ein Markt, der sich verändert

Die Welt verändert sich immer schneller und damit auch die Bedürfnisse und Anforderungen an uns. Der Wunsch nach hoher Bildungsqualität und Zuverlässigkeit für Familien aber bleibt konstant. Wie begegnet Fröbel diesen Herausforderungen?

Die Suche nach einem Betreuungsplatz bleibt auch im Jahr 2025 für viele Familien eine Herausforderung, mit oft ungewissem Ausgang. In den vergangenen Jahren wurden vor allem der Fachkräftemangel und der Mangel an geeigneten Einrichtungen als zentrale Probleme identifiziert. Inzwischen zeichnen sich jedoch weitere Hürden ab, die den Ausbau der dringend benötigten Betreuungsinfrastruktur zusätzlich erschweren. In Westdeutschland fehlen nach wie vor rund 200.000 Betreuungsplätze – eine Zahl, die angesichts der steigenden Baukosten und der Verunsicherung in der Immobilienwirtschaft alarmierend ist.

Die hohen Baukosten haben den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen ins Stocken gebracht. Viele Bauprojekte werden von der Immobilienwirtschaft intensiv geprüft, wobei nicht nur die Finanzierbarkeit, sondern auch die Priorisierung von Bauvorhaben infrage gestellt wird. Besonders betroffen sind Ballungsräume, in denen Kindergärten oft im Rahmen größerer Wohnbauprojekte errichtet werden. Doch auch dort, wo gebaut wird, können der zunehmende Kostendruck und eine zögerliche (Kommunal-)Politik zu weiteren Verzögerungen führen.

Sinkende Geburtenrate 

Ganz anders stellt sich die Situation in Ostdeutschland dar, wo traditionell eine gute Versorgung mit Betreuungsplätzen besteht. Aber auch hier ist der Fachkräftemangel mittlerweile nicht mehr das einzige Problem. Ein neuer Trend zeichnet sich ab: Es fehlen Kinder. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 680.000 Kinder geboren – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 795.000 Geburten im Jahr 2021. Diese demografische Entwicklung führt zu einer sinkenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen, was insbesondere die regionalen Unterschiede in der Versorgung verstärkt. In vielen ländlichen und vorstädtischen Gebieten zeigt sich zudem, dass die Pandemie den Trend zum Umzug in Randgebiete von Großstädten verstärkt hat. Hohe Mieten und der zunehmende Wohnraummangel treiben junge Familien in diese Regionen, wo durch sich auch die Nachfrage nach Betreuungsplätzen verschiebt.

Hohe Betreuungsqualität als Schlüssel

Vor diesem Hintergrund ist es für uns bei Fröbel klar, dass eine hohe Betreuungsqualität der Schlüssel für eine verlässliche Versorgung von Familien ist. Eltern suchen nach Betreuungseinrichtungen in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld und unsere Erfahrung zeigt, dass Fachkräfte, die jedes Kind individuell fördern und begleiten, eine entscheidende Rolle spielen. Denn nur so können wir gewährleisten, dass die Betreuung über das ganze Jahr hinweg zuverlässig angeboten wird Daher beobachten wir die Entwicklungen in der regionalen Stadtplanung sehr genau. Wir setzen auf eine nachhaltige Expansion und eröffnen neue Fröbel-Einrichtungen dort, wo Familien in Zukunft leben möchten. Unser Ziel ist es, ein Netzwerk von Einrichtungen zu schaffen, die miteinander kooperieren, sich fort- und weiterbilden und sich gegenseitig unterstützen – auch in schwierigen Phasen, etwa bei krankheitsbedingten Ausfällen. Ein solcher Verbund ist eine wichtige Grundlage, um das Angebot für die Familien zu sichern und reduzierte Öffnungszeiten oder gar Schließungen zu vermeiden.

Ein zunehmend wichtiger Weg für Fröbel, den Ausbau voranzutreiben, sind Betriebsübernahmen. Insbesondere kleinere und mittlere Träger kommen auf uns zu, wenn sie eine langfristige Perspektive für ihre Einrichtungen suchen. Die Erfahrung aus zahlreichen Übernahmen hilft uns, fundierte Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig der stagnierenden Baukonjunktur entgegenzuwirken. So konnten wir auch im Jahr 2024 und 2025 neue Einrichtungen eröffnen – genau dort, wo Familien zuhause sind.

Die aktuelle Situation verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig es ist, eine zukunftsfähige, qualitativ hochwertige Betreuung zu gewährleisten. Fröbel ist stolz darauf, Teil der Lösung zu sein – und wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass Familien sich auf eine zuverlässige Betreuung stützen können.

Ein Bericht von Oliver Just, Fröbel-Bereichsleiter Projektentwicklung und Vertrieb
www.froebel-gruppe.de/unternehmen

Eine Betriebskita wird zur Stadtteilkita

Seit Anfang Januar 2025 ist der Kindergarten Coface Kids in der Trägerschaft von Fröbel. Die Kinderzentren Kunterbunt gGmbH, die die Kindertagesstätte bislang betrieben hat, zieht sich aus strategischen Gründen aus Mainz zurück.

„Es war ein Betriebsübergang, der absolut vorbildlich war - multiprofessionell und bis ins letzte Detail durchdacht. Es gab keinerlei Einschränkungen oder Unwegsamkeit, weder für die Kinder, die Eltern noch das Personal. Ich ziehe meinen Hut. Ich schätze an Fröbel, dass die Kinder und ihre Rechte wirklich im Mittelpunkt stehen und oberste Priorität haben. Im Alltag bekommt das Team enorm viel Unterstützung durch Fachberatung, Einrichtungsbegleitung und auch die regionale Geschäftsleitung steht immer unterstützend zur Seite. Dadurch erfährt man als Team eine Wertschätzung, die in der pädagogischen Berufswelt oft gewünscht wird, aber nicht stattfindet. Bei Fröbel aber schon!“ Jan-Philipp Acker-Diendorf, Einrichtungsleitung