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Kunst JETZT! bringt Kitas und Kunstschaffende zusammen
Bundesweite Initiative startet erfolgreich mit über 250 Bewerbungen und ersten Tandems in 40 Kitas.
Nach dem erfolgreichen Start von Kunst JETZT! im Mai 2025 arbeiten über 40 Tandems aus Kunstschaffenden und Fröbel-Kitas zusammen. Über 250 Bewerbungen aus allen künstlerischen Disziplinen gingen ein. Von der Qualität, Vielfalt und Besonderheit der Bewerbungen sind wir extrem beeindruckt. Es ist großartig, dass wir unseren Kitas in Berlin, Leipzig, Hamburg, Potsdam, Stuttgart, Freiburg und München so spannende Künstlerinnen und Künstler an die Seite stellen konnten – und gleichzeitig schade, dass aktuell nicht alle Interessierten einbezogen werden konnten“, sagt Lea Lutz, Referentin für Kulturelle Bildung und Kooperationen bei Fröbel.
Mit Kunst JETZT! lädt Fröbel freie Kunstschaffende zur Begegnung mit Kindern, Familien und pädagogischen Fachkräften ein. Gemeinsam widmen sich die Tandems aktuellen und zukünftigen Fragestellungen, erkennen gesellschaftliche Herausforderungen und entwickeln kreative Lösungsansätze. Die Formate entstehen aus den jeweiligen Interessen und Schwerpunkten – von regelmäßigen Ateliertagen über Projektwochen bis hin zu Familienangeboten und Impulsen für das pädagogische Team.
Aus der Praxis: Einblick in Kunst JETZT!-Projekte
Im Fröbel-Kindergarten Zwergenland in Leipzig arbeitet die Malerin und Illustratorin Toni Stakenkötter mit Kindern zum Medium Comic und an der künstlerischen Neugestaltung eines Kita-Raumes. „Mit Toni begegnen die Kinder einer jungen, zeitgenössischen und authentischen Perspektive auf Kunst. Sie erfahren, mit Comics und Bildern ihren Beobachtungen und Gefühlen Ausdruck zu verleihen“, berichtet Einrichtungsleiterin Laura Müller.
Der Berliner Künstler Nándor Angstenberger entwickelt wiederum Modelle und Konstruktionen aus Alltagsmaterialien und kleinen Fundstücken. Diese Arbeitsweise überträgt er in die pädagogische Praxis im Fröbel-Kindergarten Stepping Stones: Gemeinsam mit den Kindern entstehen dort Skulpturen aus Zuckerwürfel. „Ich bewege mich als bildender Künstler in einem Bereich der Kunst, hauptsächlich Installation und Skulptur, die ihre Wurzeln und Ideen auch in einer Gedankenwelt der Kinder wiederfinden kann. Dadurch schließt sich auch ein Kreis für mich, wieder an einem Ort zurückzukehren, mit dem ich selber als Kind positive Gefühle und schöne Momente verbinde. Auf diesem Wege möchte ich eine vielseitige Welt der Kunst und das gemeinsame Gestalten den Kindern näher bringen“, sagt Nándor Angstenberger.
Im Fröbel-Haus für Kinder Eisnergutbogen in München sind die Kinder gemeinsam mit der interdisziplinären Künstlerin Ronit Wolf an der Schnittstelle zwischen Fantasie und Zukunft tätig. Sie gestalten neuartige Wesen aus Pappe oder halten ihre Wunsch-Kita künstlerisch fest. Wolf möchte Kinder ermutigen, ihre Freiräume zu erkennen, zu nutzen und weiterzuentwickeln.
Stärkung kultureller Bildung im Netzwerk
„Gemeinsam mit den Kindern wollen wir uns kreative Kompetenzen aneignen, die uns helfen, mit aktuellen und zukünftigen Herausforderungen umzugehen“, sagt Stefan Spieker, Vorstandsvorsitzender des Fröbel e. V. Die Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden auf Augenhöhe sei dabei zentral. „Wenn frühe Bildung und freie Kunst enger zusammenrücken, entstehen neue Ideen – gerade auch dann, wenn kulturelle Bildung unter Druck gerät.“ Ein gemeinsamer Rückblick und Ausblick ist für Mai 2026 geplant: Bei einem Fachtag – voraussichtlich im Hamburger Bahnhof in Berlin – sollen die bisherigen Erfahrungen reflektiert, künstlerische Prozesse sichtbar gemacht und neue Perspektiven entwickelt werden. Eingeladen sind alle Beteiligten sowie Interessierte aus Kunst, Bildung und Fachpraxis.
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