Bereits seit dem Kindergartenjahr 2025/26 verfolgen wir flächendeckend einen systematischen, datenbasierten Ansatz der Ermittlung von Sprachförderbedarfen von Kindern auf der Grundlage des NRW-weit gemäß § 13c KiBiz etablierten Sprachstandserhebungs- und auswertungsinstruments BaSiK („Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen“).
Die Datenerhebung erfolgt nicht zusätzlich zum pädagogischen Alltag, sondern integriert in die tägliche Arbeit der Fachkräfte. Kinder und Familien werden somit nicht durch zusätzliche Testverfahren belastet. Durch kontinuierliche Beobachtung entsteht ein differenziertes Bild sprachlicher Entwicklungsverläufe, das unmittelbar für die pädagogische Arbeit genutzt werden kann. Die digitale Dokumentation und datenschutzkonforme Auswertung ermöglichen es zugleich, Sprachbildung nicht nur auf Ebene des einzelnen Kindes, sondern auch auf Einrichtungs- und Trägerebene systematisch weiterzuentwickeln.
Daraus ist in den letzten zwei Jahren der derzeit größte zusammenhängende Datensatz zur Förderung der frühkindlichen Sprachentwicklung, aber auch zur datenbasierten Steuerungsmöglichkeit von Kita-Trägern in Deutschland entstanden.
Aktuell wird die Sprachentwicklung von jährlich rund 17.000 Kindern in allen Fröbel-Kindergärten systematisch beobachtet und dokumentiert. Auch für unsere 90 Kindergärten und Familienzentren in Nordrhein-Westfalen liegen kleinräumige, valide Informationen über den tatsächlichen Förderbedarf vor.
Förderbedarf differenziert erkennen, Steuerungspotenziale nutzen
Die nachfolgenden Abbildungen veranschaulichen den daraus gewonnenen Befund für NRW. Sie zeigen, dass Förderbedarf in beiden Spracherwerbsformen (Deutsch als Muttersprache/DaM) und Deutsch als Zweitsprache/DaZ) sichtbar ist, sich aber regional und nach Spracherwerbsform deutlich unterscheidet: