Sprach- & Leseförderung 10. Dezember 2025 · MKu

Wie gut sprechen unsere Kinder?

Wir wollen es wissen! Deshalb erheben wir schon in der Krippe den Sprachstand. Wie das funktioniert, zeigte unser Team im Fröbel-Kindergarten Traumzauberbaum den Gästen von der DKJS.

Dialogisches Vorlesen im Fröbel-Kindergarten (C) Hanno Keppel/ Fröbel e.V.

Sprachbildung ist das frühkindliche Bildungsthema der Stunde und BaSiK ein Beobachtungsverfahren, das die Antwort auf viele Fragen liefern kann. BaSiK (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertages­einrichtungen) zur Beobachtung und Dokumentation der Sprachentwicklung von Kindern ab dem zweiten Geburtstag bis zum Schuleintritt. Ziel ist es, möglich frühzeitig alle Kinder optimal unterstützen zu können und so zu fördern, dass Bildungsungleichheiten ausgeglichen werden können.

Als Fröbel sein Pilotprojekt 2023 startete, war das Kita-Team im Fröbel-Kindergarten Traumzauberbaum noch etwas skeptisch. Nach intensiver Arbeit mit dem Verfahren und gesammeltem Erfahrungswissen ist das Team aus Berlin-Mitte von BaSiK überzeugt. Und davon berichteten sie am 10. Dezember 2025 Anne Rolvering, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, und Andreas Knoke, Kita-Experte der Stiftung.

„Sprachstände werden in unserem Team nie einzeln betrachtet. Wir schaffen bewusst tägliche Sprachanlässe für qualitätsvolle Interaktionen mit den Kindern und schauen ganzheitlich über die Dauer von Wochen und Monaten, wie sich die Kinder entwickeln,“ sagte Anne Schnellhammer, Co-Leitung der Einrichtung. „Und diese Beobachtungen werden für jedes Kind in BaSiK übertragen. So haben alle pädagogischen Fachkräfte im Team die Möglichkeit, den dokumentierten Entwicklungsverlauf der Kinder nachzuvollziehen.“

Nach einem kurzen Erfahrungsbericht zur Einführung und Umsetzung des digitalen Tools, konnten sich alle Gäste mit der praktischen Anwendung von BaSiK vertraut machen. Was funktioniert gut? Wo sehen wir Stolpersteine und Herausforderungen? Wo wünscht sich die Kita noch Unterstützung von Fröbel als Träger – und von den Verbänden? Diese und viele weitere Themen wurden diskutiert, sodass ein umfassendes Bild von der täglichen Anwendung und politischen Schlussfolgerung entstand.

Fröbel-Geschäftsführer Stefan Spieker betonte, dass Sprachbildung eine wesentliche Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe sei. „Als Kita-Träger müssen wir uns deshalb fragen, was wir dafür tun können, damit bei der Sprachförderung künftig kein Kind mehr durchs Raster fällt“, erklärt Spieker. „Mithilfe von BaSiK können wir anonymisierte Kohortenwerte für jede Einrichtung bilden. Dieses Wissen hilft uns als Träger, gezielt dort zu unterstützen, wo es nötig ist.“

Wer mehr über die Forschungsprojekte bei Fröbel erfahren möchte, findet hier viele weiterführende Informationen.