Politik und Gesellschaft 29. November 2023 · MKu

Wir packen an, damit wir nicht einpacken!

Köln bleibt sozial! Mit vielen anderen Trägern und Verbänden beteiligt sich FRÖBEL am großen Protesttag in Köln.

Köln bleibt sozial! Dafür setzen sich FRÖBEL-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. (Foto: FRÖBEL e.V.)
FRÖBEL-Beschäftigte am Deutzer Bahnhof (Foto: FRÖBEL e.V.)
Unsere Forderung: Verantwortung übernehmen und refinanzieren! (Foto: FRÖBEL e.V.)

Klassisch kölsch! Um 11:11 Uhr startete Kölns großer Demonstrationszug vom Deutzer Bahnhof durch die Altstadt bis zum Aachener Weiher. Die Stimmung war bei den mehreren Tausend Teilnehmenden kämpferisch, denn die Bildungschancen aller Kinder stehen auf dem Spiel.

Kitas sind systemrelevant – für unsere Kinder, für Familien, für die Gesellschaft insgesamt! Um die Dramatik zu verdeutlichen, blieben am 29. November alle FRÖBEL-Einrichtungen in Köln und weitere im Umland geschlossen.

Das CDU-geführte NRW ist das einzige Bundesland, das nach zwei Jahren Inflation die verdienten Tarifsteigerungen bei den freien Trägern nicht refinanziert.

Somit stehen alle sozialen Einrichtungen vor sehr großen Herausforderungen wegen der durchschnittlich zehnprozentigen Tarifsteigerungen und den allgemeinen Preissteigerungen. Besonders brisant: Kostensteigerungen kommunaler Einrichtungen werden selbstverständlich kompensiert.

Sollten die Kostensteigerungen nicht von der öffentlichen Hand aufgefangen werden, droht insbesondere kleinen Kita-Trägern die Insolvenz. Als starke Partner nehmen die Beschäftigten von FRÖBEL die faktischen Einsparungen in der frühen Bildung nicht hin.

Marek Körner, Bereichsleiter West von FRÖBEL, erklärt: „Dr Zoch kütt – für viele zehntausend Kinder wohl bald nicht mehr. Denn die CDU-geführte Landesregierung bringt die freien Kita-Träger in eine existenzbedrohende Notlage. Als einziges Bundesland refinanziert das Land NRW die verdienten Tarifsteigerungen nach zweijähriger Inflation erst ab August 2024. Wenn CDU-Finanzminister Marcus Optendrenk die Überbrückungshilfe nicht aufstockt, ist für viele der 8000 Kitas NRW-weit der Zug bald abgefahren.“

Auch von Eltern erhielt FRÖBEL überwiegend Zuspruch. Ohne die Sicherung aller Betreuungsplätze wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zur leeren Formel. Das können und wollen wir nicht akzeptieren! 

Wenn auch die Familien die Auswirkungen des Protesttages zu spüren bekommen, zeigen die meisten Verständnis für die Aktion. Zum Ausgleich für den Protesttag verzichtet FRÖBEL auf einen Schließtag im kommenden Jahr.

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