L28 Mißbrauch von Kindern - Gefährdung und Erkennen
Was ist Gewalt gegen Kinder? Kindesmißhandlung ist eine nicht zufällige körperliche und /oder seelische Schädigung, die zu Verletzungen, Entwicklungsstörungen oder sogar zum Tode führt. Hauptsächlicher Tatort ist die eigene Familie und das nahe Umfeld. Häufig auch spielen sich, fast unbemerkt, subtile Peinigungen ab, die von der Umwelt nicht bemerkt werden. Dabei kann seelische Qual der körperlichen Mißhandlung in ihren Auswirkungen durchaus in vielen Fällen gleichgesetzt werden. Kinder erleiden oftmals Mangel an Geborgenheit, Akzeptanz, Förderung, Betreuung. Häufig werden sie unzureichend ernährt, gepflegt oder gesundheitlich versorgt. Oder denken wir an Kinder, die einfach stundenlang irgendwo vergessen, an die Kinder, die in einer verwahrlosten Wohnung qualvoll verhungert sind. Sexueller Missbrauch eines Kindes liegt dann vor, wenn ein Erwachsener oder auch ein Jugendlicher gezielt ein Kind für seine eigene sexuelle Befriedigung benutzt, zu Handlungen, die das Kind aufgrund seines Entwicklungsstandes nicht verstehen kann und zu denen es auch kein wissentliches Einverständnis geben kann.
Folgende Themen werden im Seminar besprochen:
Körperliche Gewalt, Seelische Gewalt, Vernachlässigung, Sexueller Missbrauch, Gesetzestext, Begriffsbestimmung, Arten sexuellen Missbrauchs, Signale, Tätertypologie, Folgen des Missbrauchs, Prävention, Therapie.
Leitung: Lars Mayer, Dr. Marcus Stück
(Zentrum für Bildungsgesundheit)
Termin: 24./25. April (+ 1. Oktober) 2008
(Tag 3 versteht sich als Reflexionstermin für die Gruppe)
Kosten: 70,00 Euro (2tägig) (+30,00 Euro)
Ort: