Pressemitteilung 02. September 2022 · MKu

Diskussionsveranstaltung zur frühen Bildung mit geteiltem Echo

Im September 2022 wird in Senftenberg eine neue Rathausspitze gewählt. FRÖBEL fragt: Wie geht es weiter für die frühe Bildung?

©Bettina Straub

Senftenberg, 2. September 2022. Auf Einladung des Paritätischen Landesverbandes Brandenburg, der AWO Südbrandenburg e.V. und FRÖBEL diskutierten am 24. August Johannes Sven Hänig (unabhängig), Heiko Lückmann (Bürgernahes Senftenberg), Andreas Pfeiffer (CDU), Matthias Stein (Stimme Freier Bürger) und Roxana Trasper (Freie Wähler) zu den Themen der frühen Bildung in Senftenberg.

Rund 60 Gäste folgten erwartungsvoll den Antworten der Kandidierenden und erlebten eine Debatte, die vielfach an der Oberfläche blieb. Welchen Stellenwert messen die Kandidierenden guten Krippen, Kindergärten und Horten bei? Wird es weitere Rekommunalisierungen von Einrichtungen geben? Wird unter der neuen Rathausspitze der Investitionsstau in den Einrichtungen abgebaut und die aktuell 20.000,- EUR im Haushalt veranschlagten Mittel entsprechend vervielfacht? Diese und weitere Fragen zeigten deutlich, dass die Menschen in Senftenberg oftmals im Unklaren gelassen wurden über die Pläne der Stadt.

Das Resümee nach der Veranstaltung fällt gemischt aus. Die Mehrzahl der Kandidierenden räumte ein, sich zunächst mit der Materie befassen zu müssen. Während Heiko Lückmann Runde Tische initiieren und Roxana Trasper zunächst alle Einrichtungen näher kennenlernen möchte, erklärte Matthias Stein, dass er als Stadtverordneter über vieles schlecht informiert sei und sich in seiner Freizeit mit den Themen befassen müsse. Aus dem Publikum folgten daraufhin Fragen, ob er als Stadtverordneter seine Rechte und Pflichten hinreichende kenne und verinnerlicht habe. Johannes Sven Hänig und Andreas Pfeiffer, ebenfalls beide Stadtverordnete, sind sich ihrer herausgehobenen Rolle in der SVV bewusst und präsentierten konkrete Vorschläge als potenzielle Bürgermeister in spe: Johannes Sven Hänig möchte die Stelle eines Beigeordneten für Kinder, Jugend und Bildung wieder in Senftenberg schaffen und Andreas Pfeiffer sieht in der Trägervielfalt eine große Chance. Zudem sieht er in einer besseren finanziellen Ausstattung für die frühe Bildung ein vordringliches Ziel. 

Die frühe Bildung ist ein wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb um Fachkräfte und Familien. Ob alle Kandidierenden diese Tatsache hinreichend reflektieren und in politisches Handeln umsetzen, blieb an diesem Abend unklar. Zudem hat Stadt Senftenberg in den vergangenen Jahren viele Entscheidungen für die frühe Bildung getroffen, mit oftmals nicht gewollten Folgen. Mit dem bevorstehenden Wechsel an der Rathausspitze stellt sich für die Menschen in Senftenberg, die freien Träger sowie die Wohlfahrtsverbände die Frage, welchen Weg die Stadt Senftenberg in den kommenden acht Jahren einschlagen wird.

Als Resümee fasste Danilo Schubert, FRÖBEL-Geschäftsleiter die Diskussion zusammen: „Wir stellen fest, dass die polarisierte Stimmung aus der SVV auch den heutigen Abend prägte. Vielfach ersetzten Allgemeinplätze umsetzungsfähige und notwendige Vorschläge. Auch dass nicht alle Kandidierenden einer Einladung von drei wichtigen Organisationen im Bereich der frühen Bildung folgten, ist sehr bedauerlich.“

Mit fünf Einrichtungen in Senftenberg steht FRÖBEL für eine offene und diverse Gesellschaft. Demokratische Teilhabe und Mitbestimmung der Kinder und der Eltern ist in allen FRÖBEL-Einrichtungen seit Jahren gelebte Praxis. Die Diskussionsveranstaltung bot die wichtige Chance, um in einem offenen Forum, mit den Kandidierenden deren Positionen kritisch zu diskutieren.

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