Die Welt gehört in Kinderhände 22. Dezember 2020

Kinderrecht des Monats

Im Dezember beschäftigte sich der FRÖBEL-Kindergarten Pfiffikus mit dem Grundgesetz.

Unser Kinderrecht des Monats stammt diesmal nicht, wie sonst, aus der UN-Kinderrechtskonvention. Es ist dennoch ein Recht was für Kinder ebenso gilt wie für Erwachsene.

Grundgesetz Artikel 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Jeder Mensch lebt mit anderen zusammen oder allein, hat Interessen und Ziele, Begabungen, Gefühle, Freuden und Sorgen. Jeder hat Eigenschaften und Fähigkeiten, die ihn zu einer unverwechselbaren Person machen. Jede Person ist einmalig und wertvoll, ob sie klein oder groß, alt oder jung, arm oder reich, krank oder gesund ist, ob sie viele Freundinnen und Freunde hat oder keine. Sie hat eine Würde als Person, als einmaliger Mensch. Jede Person muss in ihrer Würde von allen anderen Menschen geachtet werden.

Das Grundgesetz schreibt vor, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Das bedeutet, dass niemand die Würde eines anderen verletzen darf. Mit verletzen ist nicht nur schlagen, schubsen und prügeln gemeint. Verletzen kann man auf vielerlei Weise: jemanden ausgrenzen, verspotten, einem etwas wegnehmen, das ihm viel bedeutet oder ihn zu etwas zwingen, das er nicht tun will.

Die Menschenwürde wird auch durch Lästern oder Nichtbeachtung verletzt. Auch jemanden zu beleidigen, lächerlich zu machen oder ihm das Gefühl zu geben, weniger wert zu sein als man selbst, bedeutet Missachtung der Würde des anderen.

Menschen, die behindert sind, müssen ebenso wie ältere oder kranke Menschen würdevoll behandelt werden. Sie brauchen den Schutz der Gemeinschaft. Weder der Staat noch andere Menschen dürfen die Würde eines anderen verletzen.

In diesem Jahr hat uns das oft vor große Herausforderungen gestellt. Wie schaffen wir es unsere Freiheiten auszuleben ohne andere zu gefährden? Wie können wir die, die wir lieben schützen, ohne sie auszugrenzen?

Wir kennen die Antwort nicht.

Es gibt aber einige kreative Lösungsansätze, wie wir auch den neuen Lockdown und vorallem die Festtage würdevoll gestalten können.

Legen sie anderen ein Geschenk vor die Tür oder rufen Sie sie an. Das zeigt, dass sie sich wichtig sind. Es gibt Gesellschaftsspiele, die man über Distanz online zusammen spielen kann und einiges mehr.

Nutzen sie die Zeit um sich friedliche Stunden im engsten Familienkreis zu schenken.

Wir wünschen Ihnen und ihren Kindern eine gesunde Zeit in Würde, bis wir uns wiedersehen