Kulturelle Bildung · Kultur JETZT! 01. Juli 2021 · jmai

Kultur JETZT! Auf den Spuren von Matisse

Kulturelle Bildung während Corona: Gemeinsam mit einer Künstlerin tauchen die Kinder des FRÖBEL-Kindergartens An St. Peter in die Welt des bekannten Künstlers Henri Matisse ein.

Aus der Überzeugung heraus, dass gerade in einer Zeit der Unsicherheit ästhetische Auszeiten wichtig sind, rief FRÖBEL mit Unterstützung des FRÖBEL e.V. im November das Programm Kultur JETZT! Kulturelle Bildung auch unter Corona ermöglichen ins Leben. Die Idee: Künstler*innen, die während der Pandemie auf ihre Auftritte verzichten müssen, für Angebote in unseren Kitas zu gewinnen.

FRÖBEL möchte diese Situation verbessern, denn die pädagogischen Fachkräfte sind überzeugt davon, dass gerade jetzt die Begegnung von Bildung und Kultur wichtig ist. Wenn diese auch in der Pandemie ermöglicht wird, kann in einer Zeit der Unsicherheit und Überforderung Raum für positive Erlebnisse, sinnliche Erfahrungen und Visionen eröffnet werden.

 

Die Künstlerin und die Kinder berichten von dem tollen Projekt der vergangenen Wochen:

Auf den Spuren von Matisse

Die Projektidee war von den Kunstwerken von Henri Matisse angeregt. Er war Maler und Bildhauer. Für seine Malerei benutze er leuchtende Farben. Und als er schon älter war, begann er, Bilder aus ausgeschnittenen Formen zu kleben.

Viele seiner Kunstwerke machen Lust, selbst zu malen und zu basteln. Das haben Kinder und pädagogische Fachgkräfte in den letzten Wochen auch gemacht: Sie haben gemalt, geschnitten, geklebt, geknetet, gekleistert, getanzt, geredet, gelacht - und viele tolle, bunte Kunstwerke sind entstanden!

Matisse zeichnete mit der Schere

Matisse ist berühmt für seine schönen, bunten Scherenschnitte. Gemeinsam haben sie sich sein Bild "Der Papagei und die Meerjungfrau" angesehen. Bald griffen sie selbst zur Schere und schnitten vierlerlei bunte Unterwasser­-Formen wie Fische, Quallen, Algen und Pflanzen aus. Daraus klebten sie ein großes Gruppenbild. Zusammen stimmten Kinder und pädagogische Fachkräfte ab, wie das Bild aussehen soll. Welche Tiere sollen nebeneinander sein? Wo sollen die Fische hinschwimmen? Durch die Art, wie wir die Figuren aufgeklebt haben, ist auf jedem Bild eine eigene Unterwasserwelt entstanden.

Matisse formte Köpfe

Matisse malte und schnitt nicht nur flache Bilder. Er war auch Bildhauer und machte Skulpturen. Unter anderem formte er zum Beispiel Köpfe.
Jedes Kind formte auch ein Gesicht aus Ton, den kühlen, schweren Ton erforschten sie und sprachen außerdem über Gesichtsausdrücke und dass sie Gefühle zeigen. Nachdem sie das Gesicht aus Ton gestaltet haben, formten sie davon eine Maske ab. Dafür benutzten sie Zeitungsreste und Kleister. Mit den Masken können die Kinder nun spielen. Woran erinnern die einzelnen Masken und welchen (Gesichts-)Ausdruck haben sie?

Matisse liebte leuchtende Farben

Eines seiner Bilder besteht aus vielen bunten Blättern, auf welchen bunte, ausgeschnittene Formen zu sehen sind. Die Formen erinnern an Algen. Die bunten Blätter, aus denen Matisse seine Bilder schnitt, hat er selbst angemalt.

Gemeinsam haben die Kinder und pädagogischen Fachkräfte ein ähnliches Bild gemacht. Dafür haben sie in Gruppenarbeiten schöne Farben angemischt und alte Verpackungskartons mit großen Pinseln bemalt. Die daraus ausgeschnittenen Algen wurden dann in einerlangen Reihe aufgeklebt und jedes Kind konnte dabei mitwirken. So entstand aus alten Kartons und Verpackungen ein tolles Gemeinschaftsbild!

Matisse mochte Goldfische

Goldfische tauchen in mehreren Kunstwerken von Henri Matisse auf. Das Thema haben wir aufgegriffen: Aus Modelliermasse haben wir Fische und andere Wassertiere geknetet, gewalzt und ausgeschnitten. Mit blauer Farbe verwandelte sich ein Karton in eine Unterwasserwelt, die sie außerdem grün bepflanzten. So fanden Alle Fische ein einzigartiges Zuhause.

Matisse liebte den Tanz

Einige von Matisse bekanntesten Bildern zeigen Figuren, die im Kreis tanzen. Seine Begeisterung für den Tanz nahm die FRÖBEL-Einrichtung zum Anlass, selbst gemeinsam zu tanzen. Dabei nutzen sie moderne Medien wie einen Beamer für einen Schattentanz - auch im Kreis. Das Thema von Matisses berühmten Bildern konnten sie auf diese Weise mit der heutigen Zeit und ihren Medien verknüpfen.

 

In den nächsten Wochen findet eine große Ausstellung der Kunstwerke in dem Café Schönstein statt, sodass alle Kinder wie auch die Eltern die Möglichkeit haben, sich ganz in Ruhe von den Kunstwerken verzaubern zu lassen.
Die Kinder haben sich mit großer Begeisterung, hoher Konzentration und sehr intensiv mit dieser Thematik beschäftigt und sind mit allen Sinnen in die wunderbare und vielfältige Welt der Kunst eingetaucht.

Daher richtet die FRÖBEL-Einrichtung ein großes DANKESCHÖN zum einen an den FRÖBEL e.V., der das Projekt auf den Weg brachte sowie der Künstlerin, die uns mit ihrer Arbeit so bereichert hat. Das Projekt ist nicht nur ein Zeichen an alle "Kulturschaffende" des Landes, sondern auch ein großes Geschenk für die FRÖBEL Kindergärten, die von der Kampagne profitieren.

 

Lesen Sie noch mehr über Kultur JETZT! bei FRÖBEL.

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